Wolfsburg 

VW darf jetzt auch den Rest der US-Diesel umrüsten

VW-Chef Herbert Diess (Archivbild).
VW-Chef Herbert Diess (Archivbild).
Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Washington/Sacramento/Wolfsburg. Volkswagen hat in den USA die letzte noch ausstehende Genehmigung zur Beseitigung von illegaler Abgastechnik in Diesel-Wagen erhalten. Die Umweltbehörden EPA und Carb gaben laut Mitteilung vom Freitag grünes Licht für die restlichen verbliebenen Modelle mit 3,0-Liter-Motoren, die mit einer speziellen Software zur Manipulation von Emissionstests ausgestattet wurden.

Teure Vergleiche

In den USA umfasste der Abgas-Skandal fast 600.000 Dieselautos der Konzernmarken VW, Audi und Porsche. Bei vielen der betroffenen Autos war eine Umrüstung in einen legalen Zustand technisch zunächst unmöglich, VW musste bei Vergleichen mit US-Sammelklägern teure Rückkaufsangebote machen.

Insgesamt haben die Wolfsburger für Entschädigungen und Strafzahlungen in Nordamerika über 25 Milliarden Euro an Rechtskosten verbucht. Ein kleiner Teil des Geldes könnte wieder reingeholt werden, wenn es VW gelingen sollte, viele der von Kunden zurückgegebenen Wagen in repariertem Zustand auf dem Gebrauchtmarkt wieder zu verkaufen.

Mäßiger Erfolg

Auch in Deutschland und Europa bemühen sich Anwälte um Schadenersatz für Dieselbesitzer, bislang aber mit überschaubarem Erfolg.