Wolfsburg 

"Nicht genug Kunden für Passat" - In Emden wird's eng

In Emden wird der Passat produziert - im nächsten Jahr dürften es ein paar weniger werden. (Archivbild)
In Emden wird der Passat produziert - im nächsten Jahr dürften es ein paar weniger werden. (Archivbild)
Foto: Nigel Treblin/dpa

Emden. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh sieht auch in Zukunft Schwierigkeiten für die Auslastung des Werks Emden. "Wir haben derzeit leider nicht genug Kunden für den Passat", sagte er in einem Interview mit der "Ostfriesen-Zeitung" (Mittwoch). Der Standort sei nicht gefährdet, betonte der oberste Mitarbeiter-Vertreter des Konzerns zwar, sagte aber auch: "Ich glaube, dass 2019 ein nicht ganz einfaches Jahr für Emden wird."

Rückgang bei Limousinen

Das VW-Werk in Ostfbriesland hatte Anfang Juli für die zweite Jahreshälfte zwölf Tage Kurzarbeit beantragt. Dazu kommen fünf Tage verlängerter Werkurlaub plus zwei Tage Produktionspause Anfang Oktober. Grund ist einem Sprecher zufolge vor allem ein Nachfragerückgang bei Limousinen, der besonders die Passat-Produktion in Emden treffe. Auch im vergangenen Jahr hatte es Kurzarbeit im Emder VW-Werk gegeben.

Fünftes Modell muss her!

Langfristig müsse etwas passieren, sagte Osterloh. "Wir müssen überlegen, wie wir in Emden weitermachen, wenn der Passat weiter an Bedeutung verliert und unsere Kunden eher Produkte wie zum Beispiel SUV kaufen", betonte er. Eine Möglichkeit sei, das auch in Emden gebaute Modell Arteon besser zu bewerben. Der Emder VW-Betriebsrat Manfred Wulff forderte in dem Interview: Emden brauche neben dem Arteon, seiner angekündigten Steilheck-Variante, der Passat-Limousine und dem Variant unbedingt ein fünftes Modell.