Wolfsburg 

Weihbischof in Wolfsburg: Auch Chemnitz ist Thema

Im Beisein von Vertretern aus Politik, Kirchen und Ehrenbürgern trug sich der Weihbischof in das Goldene Buch der Stadt Wolfsburg ein und wählte dafür aus Jeremia 29 folgenden Vers aus: "Suchet das Wohl der Stadt und betet für sie zum Herrn. Denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl."
Im Beisein von Vertretern aus Politik, Kirchen und Ehrenbürgern trug sich der Weihbischof in das Goldene Buch der Stadt Wolfsburg ein und wählte dafür aus Jeremia 29 folgenden Vers aus: "Suchet das Wohl der Stadt und betet für sie zum Herrn. Denn in ihrem Wohl liegt euer Wohl."
Foto: Stadt Wolfsburg

Wolfsburg. Heiliger Besuch im Wolfsbuger Rathaus: Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD) hat Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger, Diözesanadministrator des Bistums Hildesheim, empfangen. Dabei kamen auch die Vorfälle in Chemnitz zur Sprache.

Stadt ohne Kirchen

In einem Rückblick auf die Stadtgeschichte erläuterte Klaus Mohrs, dass Wolfsburg zunächst aufgrund der nationalsozialistischen Einflüsse als Stadt ohne Kirchen geplant wurde. Nach den Kriegsjahren sei die Sehnsucht der Bevölkerung nach spiritueller Orientierung groß gewesen.

So wurde im August 1951 die St.-Christophorus-Kirche im Beisein von 5.000 Gläubigen eingeweiht und mit dem Ausbau der Stadt entstanden weitere Kirchen. Seither sei das katholische Leben in Wolfsburg auf vielfältige Weise präsent, so Mohrs. Neben Kirchgemeinden liegen auch Kindertagesstätten und die Eichendorff-Schule in katholischer Trägerschaft.

Frieden und Toleranz

Gerade in der heutigen Zeit werde die Zusammenarbeit von Vertretern aller in Wolfsburg tätigen Religionsgemeinschaften immer wichtiger. So sei vor fünf Jahren das Wolfsburger Abrahamsforum gegründet worden, um ein deutliches Zeichen für Frieden und Toleranz zu setzen.

Gegenseitige Achtung

Die gegenseitige Achtung und die Ablehnung von Intoleranz und Gewalt unterstrich auch der Weihbischof aus Hildesheim, im Zuge dessen er die jüngsten Ereignisse in Chemnitz thematisierte.