Wolfsburg 

Hardcore WM: Wolfsburger brechen Rekord beim "Swimrun"

Glücklich im Ziel.
Glücklich im Ziel.
Foto: Jakob Edholm

Wolfsburg. 160 Teams sind auf der schwedischen Insel Sandham zur Swimrun Weltmeisterschaft angetreten. Auch Mirko Appel und Hendrik Fiedler aus Wolfsburg waren am Start und haben die 75 Kilometer als schnellstes deutsches Team seit Bestehen des Wettkampfes gemeistert.

Anfang September galt es für die beiden 65 Lauf- und zehn Schwimmkilometer bis zur Insel Utö zurückzulegen.

Es begann als Wette

Was als Wette zwischen vier Schweden im Jahr 2003 startete, ist mittlerweile eine weltweit verbreitete Sportart, die jedes Jahr ihre Weltmeister auf dem legendäreren Kurs im schwedischen Schärengarten kürt. Die Wolfsburger Mirko Appel und Hendrik Fiedler sicherten sich bei idealen Wetter- und Wassertemperaturen mit einer Team-Zeit von 9 Stunden, 6 Minuten und 37 Sekunden Platz 24 bei den Männern.

"Wir hatten eigentlich Platz 20 im Visier", berichtet Appel. "Allerdings war das Gelände schon kurz nach dem Start so unwegsam, dass es zum Stau kam. Den nutze die Spitze natürlich, um sich abzusetzen." Beim Swimrun dürfen die Teilnehmer bestimmte Hilfsmittel wie Handpaddels und kleine Auftriebshilfen, sogenannte "Pullbuoys", einsetzten.

Aufgeben ist keine Option

Bedingung ist allerdings, die gesamte Ausrüstung vom Start bis ins Ziel mitzuführen. "An einem besonders rutschigen Schwimmausstieg brach mein Handpaddel. Das hat uns in Folge Tempo und Kraft gekostet", so Fiedler. "Aufgeben war für mich keine Option, da wir es als Team gemeinsam ins Ziel schaffen müssen."

Im Ziel stellte sich dann heraus, dass noch kein deutsches Team so schnell war, wie die beiden Wolfsburger. Jetzt wollen sich die beiden auch für die Weltmeisterschaft im kommenden Jahr qualifizieren.