Wolfsburg 

VW unter Strom: Technik-Durchbruch bei E-Antrieben?

VW-Konzernchef Herbert Diess präsentierte bei der North American International Auto Show in Detroitim vergangenen Jahr den elektrischen VW I.D. Buzz.
VW-Konzernchef Herbert Diess präsentierte bei der North American International Auto Show in Detroitim vergangenen Jahr den elektrischen VW I.D. Buzz.
Foto: Uli Deck / Uli Deck/dpa
  • "Volks-Wallbox" soll Problem der langen Ladezeiten lösen.
  • VW stellt in Dresden neue E-Auto-Plattform vor.
  • Braunschweig soll halbe Million Batteriesysteme liefern.

Wolfsburg/Braunschweig/Salzgitter/Zwickau. Volkswagen will den Wandel zum E-Autobauer möglichst schnell vorantreiben. Bis 2022 sollten 27 Modelle von vier Konzernmarken auf der Basis der eigens geschaffenen E-Auto-Plattform anlaufen, sagte E-Mobilitätsvorstand Thomas Ulbrich in einem internen Interview, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Diese Plattform ist der modulare E-Antriebs-Baukasten (MEB), den VW ab Montag in Dresden vorstellt. In der ersten Welle bis 2022 sollten rund 10 Millionen Konzernfahrzeuge auf dem MEB basieren, sagte Ulbrich.

Aufgaben für Braunschweig und Salzgitter

Aus dem Werk Braunschweig, das am heutigen Sonntag sein 80-jähriges Bestehen feiert, sollen bis zu einer halben Million Batteriesysteme kommen. Im Motorenwerk Salzgitter entsteht zudem eine Pilotlinie zur Batteriezell-Fertigung.

Prototyp fürs Schnellladen

Volkswagen will nach eigenen Angaben auch das Problem der langen Ladezeiten für Elektrowagen lösen. So wird am Montag in Dresden auch der Prototyp der sogenannten Volks-Wallbox gezeigt; dabei handelt es sich um ein Heim-Ladegerät für E-Autos.

Damit soll der Akku innerhalb von 30 Minuten zu 80 Prozent geladen sein.

VW I.D. R Pikes Peak

Ab 2019 rein elektrisch

Das erste vollelektrische Modell von Volkswagens ID-Familie rollt ab Ende 2019 in Zwickau vom Band; der Standort Zwickau soll mit Investitionen von 1,2 Milliarden Euro zum ersten reinen E-Auto-Werk ausgebaut werden.

Investitionen: 34 Milliarden

Voriges Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, in die Entwicklung von E-Autos, autonomem Fahren, neuen Mobilitätsdiensten und Digitalisierung sollten bis 2022 mehr als 34 Milliarden Euro fließen. Bis 2025 bringen die Konzernmarken früheren Angaben zufolge insgesamt über 80 neue Modelle mit E-Motor auf den Markt. Bis 2030 soll die gesamte Modellpalette elektrifiziert werden.