Wolfsburg 

Streit um Abfindung: Stadler-Ablösung vertagt

Audi-Chef Rupert Stadler sitzt in Untersuchungshaft (Archivbild).
Audi-Chef Rupert Stadler sitzt in Untersuchungshaft (Archivbild).
Foto: Arne Dedert/dpa

Wolfsburg/Ingolstadt. Drei Monate nach der Inhaftierung von Rupert Stadler hat der Volkswagen-Aufsichtsrat die Entscheidung über die Zukunft des Audi-Chefs vertagt. An diesem Dienstag sollen die Gespräche fortgesetzt werden, wie am Freitag aus gut informierten Kreisen bekannt wurde.

Streit um Abfindung

Demnach waren die beiden Vertreter des Landes Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU), mit der Lösung einer Vertragsaufhebung samt Abfindung für den Chef der VW-Tochter nicht einverstanden. Zuvor hatte das "Handelsblatt" darüber berichtet.

Seit Juni im Gefängnis

Stadler war am 18. Juni wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal verhaftet worden. Die Aufsichtsräte von VW und Audi , "bis der Sachverhalt geklärt ist, der zu seiner Verhaftung geführt hat". Seitdem leitet Audi-Vertriebsvorstand Bram Schot das Unternehmen als kommissarischer Vorstandschef.

Die Ermittlungsbehörden werfen dem Audi-Chef vor, nach Bekanntwerden der Abgasbetrügereien den Verkauf von Dieselautos mit falschen Abgaswerten zugelassen zu haben. Eine war im August gescheitert.