Wolfsburg 

Das war's: VW trennt sich von Audi-Chef Stadler

Er dürfte die Nase voll haben: Seit dreieinhalb Monaten sitzt Ex-Audi-Chef und VW-Vorstand Rupert Stadler in Haft, nun ist er auch noch seine millionenschweren Jobs los (Archivfoto).
Er dürfte die Nase voll haben: Seit dreieinhalb Monaten sitzt Ex-Audi-Chef und VW-Vorstand Rupert Stadler in Haft, nun ist er auch noch seine millionenschweren Jobs los (Archivfoto).
Foto: Andreas Arnold/dpa

Wolfsburg/Ingolstadt. Der Volkswagen-Konzern trennt sich von Audi-Chef Rupert Stadler. Stadler scheide mit sofortiger Wirkung aus den Vorständen von VW und Audi aus, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus informierten Kreisen zu entsprechenden Beratungen des Aufsichtsrats.

"Einvernehmlich"

Die Trennung erfolge einvernehmlich, die entsprechende Vereinbarung sei unterzeichnet worden. Das Angebot habe schon länger vorgelegen, allerdings habe der Aufsichtsrat dieses ausführlich rechtlich prüfen lassen. Ende vergangener Woche hatte der Aufsichtsrat die erwartete Ablösung des bisherigen Top-Managers vertagt; Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatten als Vertreter Niedersachsens im Aufsichtsrat eine Millionen-Abfindung für Stadler abgelehnt.

Stadler war im Juni wegen Betrugsverdachts und Verdunkelungsgefahr im Zusammenhang mit dem Abgas-Skandal verhaftet worden.

Nur ein bisschen Geld

Mit der Vereinbarung seien theoretische Zahlungsansprüche Stadlers in zweistelliger Millionenhöhe ausgeschlossen worden, hieß es in den Kreisen weiter. Er bekomme als Sofortzahlung "deutlich weniger als eine Million Euro".

Der Rest zur Abwicklung künftiger Ansprüche für die verbleibende Laufzeit der Dienstverträge werde erst ausgezahlt, wenn die Strafverfahren in Deutschland ohne Verurteilung beendet seien.