Wolfsburg 

Diesel-Deal: Althusmann stinkt's

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss der Bundesregierung; der Politiker ist zugleich Mitglied im VW-Aufsichtsrat.
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) ist unzufrieden mit dem Diesel-Kompromiss der Bundesregierung; der Politiker ist zugleich Mitglied im VW-Aufsichtsrat.
Foto: Peter Steffen/dpa

Hannover/Wolfsburg. Der Diesel-Kompromiss der Bundesregierung lässt nach Einschätzung des niedersächsischen Wirtschaftsministers und VW-Aufsichtsrats Bernd Althusmann viele Fragen offen. Dabei gehe es darum, wie bundesweit und langfristig mit der "Diesel-Thematik" umgegangen werden könne, sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Hannover.

"Zufrieden bin ich mit dem Ergebnis noch nicht", betonte er. "Eine Einbeziehung nur der am höchsten belasteten Städte vernachlässigt zum Beispiel die Mobilität moderner Menschen auch zwischen Städten."

Lies fordert "Bekenntnis zum Diesel"

Auch Umweltminister Olaf Lies (SPD) zeigte sich unzufrieden und betonte: "Es scheint nur Lösungen für Städte zu geben, deren NO2-Werte über 50 Mikrogramm je Kubikmeter liegen. Was ist mit den anderen Städten?" Vieles sei noch unklar und müsse dringend geklärt werden.

Wichtig sei auch ein Bekenntnis zum Diesel: "Alle Dieselfahrzeuge durch Benziner zu ersetzen wird den CO2-Ausstoß im Bereich der Mobilität sogar erhöhen." Lies forderte einen Ausbau der öffentlichen Mobilität.

Volkswagen hatte auf die Vorschläge der Bundesregierung mit einem "Ja, aber" reagiert: Es müsse sichergestellt werden, "dass sich alle Hersteller an den entsprechenden Maßnahmen beteiligen", hieß es aus der Konzernzentrale in Wolfsburg.