Wolfsburg 

Tod einer Wolfsburgerin: Ehemann in U-Haft

Nach der Tat sperrte die Polizei den Tatort ab (Archivbild).
Nach der Tat sperrte die Polizei den Tatort ab (Archivbild).
Foto: Helge Landmann / regios24

Wolfsburg. Der gewaltsame Tod einer 65-jährigen Frau im Wolfsburger Stadtteil Hehlingen scheint aufgeklärt: Der Anfangsverdacht gegen den 68-jährigen Ehemann hat sich offenbar erhärtet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Braunschweig sei am Montag Haftbefehl gegen den Mann erlassen worden; das teilte der Wolfsburger Polizeisprecher Sven-Marco Claus am Nachmittag mit.

Der 68-Jährige war am Samstagabend, 6. Oktober, schwer verletzt in dem Eigenheim gefunden worden; er mache keine Angaben zum Tod seiner Frau. In einer Notoperation hatten Ärzte des Wolfsburger Klinikums das Leben des Mannes gerettet. Jedoch war er tagelang nicht ansprechbar und vernehmungsfähig.

Aus dem Krankenhaus ins Gefängnis

Seine Genesung machte aber offenbar rasche Fortschritte: Am heutigen Montag sei er aus dem Klinikum entlassen - und direkt ins Braunschweiger Gefängnis überstellt worden; dort sitzt er nun in Untersuchungshaft

Die Ermittler der Wolfsburger Kriminalpolizei hatten von Anfang an einen eskalierten Ehestreit als Grund für das Drama vermutet. Laut Obduktionsergebnis starb die Frau an "massiver stumpfer Gewalt auf den Oberkörper".

Noch keine Klarheit haben die Beamten laut Claus darüber, ob sich der 68-Jährige seine Verletzungen im Kampf mit der Ehefrau zugezogen hat - oder ob es sich um die Folgen des Versuchs eines sogenannten erweiterten Suizids handelt.