Wolfsburg 

20 Jahre Verkehrsverbund: Das sind die Pläne der Zukunft

Die Geschäftsführer Henning Brandes und Timo Kaupert sowie Katja Keil, Leiterin der Geschäftsstelle, haben die Zukunftspläne des Verkehrsverbundes vorgestellt.
Die Geschäftsführer Henning Brandes und Timo Kaupert sowie Katja Keil, Leiterin der Geschäftsstelle, haben die Zukunftspläne des Verkehrsverbundes vorgestellt.
Foto: Brigitte Vetter
  • Die Job- und Kombitickets sollen erweitert werden
  • Das Sozialticket in Salzgitter kommt
  • Bis 2022 soll es Fahrgastinformation in Echtzeit geben
  • Verkehrsbund verteilt Geschenke

Braunschweig/Wolfsburg. Mit einem Ticket von Wittingen bis Goslar oder von Peine nach Helmstedt - seit nun 20 Jahren gibt es im Großraum Braunschweig ein einheitliches Tarifsystem für ÖPNV-Fahrgäste. Zum runden Geburtstag am 1. November hat der Verkehrsbund einige Geschenke für seine Gäste parat und gibt einen Ausblick auf die Pläne der Zukunft.

"Unser Anspruch ist es seit 20 Jahren, mit dem Bus- und Bahnverkehr nicht nur die Städte abzudecken, sondern die gesamte Region", sagte Geschäftsführer Henning Brandes. "Dabei ist unser Ziel auf die Bedürfnisse der Kunden einzugehen und noch mehr Einwohner von der Attraktivität des ÖPNV zu überzeugen. Deshalb steht unter anderem das Job-Ticket auf dem Prüfstand." Dabei gehe es nicht etwa um das Aus für das Angebot, sondern um den weiteren Ausbau.

Job- und Kombitickets sind gefragt

Geschäftsführer Timo Kaupert konkretisierte die Zukunftspläne: "Das Job-Ticket läuft bei uns so erfolgreich, dass auch kleine Betriebe danach gefragt haben. Bisher war es aber nur für Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern zugänglich - das versuchen wir, zu ändern."

"Auch beim Kombiticket erkennen Drittanbieter die Vorteile und möchten bei Veranstaltungen mit uns kooperieren. So versuchen wir, mit dem Kongresspark und dem Hallenbad in Wolfsburg Angebote auszuhandeln", so Kaupert.

Verbesserungen im Sozialticket

Um Schwächen im Tarifsystem zu korrigieren, wird der Verbundtarif laut Kaupert laufend geprüft. Beim Sozialticket beispielsweise gab es Anpassungen der Uhrzeiten, so dass es nun in Braunschweig und in Wolfsburg einheitlich ab 8.30 Uhr gilt.

Ab dem kommenden Jahr soll es das Sozialticket auch in Salzgitter geben; zuletzt hatte es Debatten im dortigen Rat gegeben, ob sich die hochverschuldete Stadt solch ein Angebot überhaupt leisten kann.

Aus finanziellen Gründen sei das Sozialticket allerdings erst mal nicht in Goslar, Gifhorn oder Helmstedt möglich - "das haben die Verbandsglieder entschieden".

Ausblick in die Zukunft

Bis Ende 2022 möchte der Verkehrsverbund die dynamische Fahrgastinformation in Echtzeit einführen. Das Ziel: Der Kunde soll die tatsächliche Ankunfts- und Abfahrtzeit angezeigt bekommen und bei Verspätungen Fahralternativen haben. Außerdem sollen Kunden irgendwann mit dem Smartphone ihre Fahrkarten kaufen können - darüber möchte sich der Verbund aber noch extern beraten lassen.

Geburtstagsgeschenke als Dankeschön

  • Die 1.000 langjährigsten Abonnenten bekommen das November-Monatsticket geschenkt
  • Zwischen November und Januar bekommen Neukunden beim Abschluss eines zwölfmonatigen Abos einen Monat umsonst
  • Alle die am 31. Oktober eine Tageskarte ziehen, können es auch noch am Folgetag nutzen