Wolfsburg 

Urschrei in Wolfsburg: Sieg gegen Leipzig zur rechten Zeit

Jérôme Roussillon und seine Team-Kollegen vom VfL Wolfsburg konnten nach seinem Tor zum 1:0 gegen RB Leipzig ausgelassen jubeln.
Jérôme Roussillon und seine Team-Kollegen vom VfL Wolfsburg konnten nach seinem Tor zum 1:0 gegen RB Leipzig ausgelassen jubeln.

Der Sieg gegen Leipzig kam für den VfL Wolfsburg genau zur rechten Zeit. Wie erlösend der vierte Saisonsieg war, zeigte sich unmittelbar nach dem Spielende.

Auch knapp 20.000 Zuschauer können ganz schön laut sein. Rechnet man den mitgereisten Leipziger Anhang aus den am Samstag anwesenden 22.832 Menschen heraus, kommt man etwa auf diese annähernde Zahl von Wolfsburg-Fans, die sich das 1:0 (0:0) des VfL im wenig geschichtsträchtigen Duell mit RB Leipzig ansehen wollten.

Urschrei geht durch die Volkswagen-Arena in Wolfsburg

Gemessen mit anderen Standorten der Fußball-Bundesliga ist das nicht viel. Es genügte aber, um zu erkennen, wie groß die Erleichterung über einen Sieg sein kann. Nach dem vierten Erfolg im zwölften Saisonspiel erfolgte in der Volkswagen-Arena am Samstag ein Urschrei.

Beruhigung für den VfL Wolfsburg nach Sieg gegen RB Leipzig

"Das beruhigt Gemüt und Seele", sagte Wolfsburgs Sportchef Jörg Schmadtke eine knappe Stunde später entspannt. Dass sein Team gegen ein indisponiertes vermeintliches Spitzenteam aus Sachsen höher hätte gewinnen müssen als nur mit einem Treffer von Jérôme Roussillon in der 50. Minute, war da schon wieder völlig unwichtig. Entscheidend war eine Beruhigung der Lage zu einem wichtigen Zeitpunkt.

Sieg für Wolfsburg zur richtigen Zeit

Lediglich ein Sieg war den spielerisch in dieser Saison wesentlich stärkeren Niedersachsen in den vorherigen neun Partien gelungen. Hätte der VfL auch das Match gegen die nun auf Platz vier abgerutschten Leipziger verloren, wäre das Team von Trainer Bruno Labbadia schon sehr früh wieder in das Schlamassel gerutscht, den man längst hinter sich gewähnt hatte. "Wenn man auf die Tabelle schaut, dann war das natürlich ein wichtiger Sieg", räumte Schmadtke ein.

VfL-Blick geht wieder nach oben

Mit 15 Punkten hat der VfL wieder Anschluss an die obere Tabellenhälfte. Bei einer Niederlage wäre die Abstiegsregion bedrohlich nahe gekommen. "Wir waren natürlich unter Zugzwang. Das war schon wichtig. Wir können ruhiger arbeiten jetzt", sagte auch Angreifer Admir Mehmedi.

Admir Mehmedi als Freigeist

Der Schweizer war Teil des Offensiv-Trios des VfL und glänzte hinter den Spitzen Daniel Ginczek und Wout Weghorst auf ungewohnter Position. "Ich sehe mich mehr als Freigeist", sagte Mehmedi und meinte damit, nicht auf eine Position festgelegt zu sein.

Wolfsburg gegen Leipzig stabiler

Mit diesem Kniff von Trainer Labbadia brachte der VfL die zuvor so sichere Defensive der Gäste mehrere Male in Verlegenheit. Im Mittelfeld brachten Yannick Gerhardt und Maximilian Arnold wichtige Stabilität und in der Defensive wirkten die Außenspieler William und Torschütze Roussillon deutlich souveräner als in den vergangenen Wochen. "Perfekt nicht. Aber gut", urteilte Schmadtke gewohnt trocken über das Spiel seines Teams. (dpa)