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Neue Abgastests vermiesen VW auch das US-Geschäft

VW-Chef Diess dürfte nicht zufrieden sein mit den neuen Absatzzahlen aus den USA (Archivbild).
VW-Chef Diess dürfte nicht zufrieden sein mit den neuen Absatzzahlen aus den USA (Archivbild).
Foto: Boris Roessler/dpa

Herndon. Volkswagen bekommt auch im US-Absatz die Schwierigkeiten mit der Einführung neuer Abgastestverfahren in der EU zu spüren. Im vergangenen Monat verkaufte die Kernmarke des VW-Konzerns in den USA mit 26.789 Autos acht Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mitteilte. Die Auslieferungen seien durch Verzögerungen in der Lieferkette infolge der WLTP-Einführung in Europa belastet worden, hieß es.

VW: Golf stockt - Tiguan rockt

Vor allem der Absatz der Golf-Familie brach mit minus 42 Prozent ein. Es sei ein schwieriger Monat für die Branche gewesen, sagte Vertriebsmanager Derrick Hatami.

Bei den SUVs komme VW dagegen weiter voran. Das Stadtgeländewagenmodell Tiguan konnte mit einem Absatzplus von 30 Prozent einen noch stärkeren Gesamtrückgang verhindern. Insgesamt verzeichnet Volkswagen nach elf Monaten ein Plus von vier Prozent auf gut 322.000 verkaufte Autos.

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Japaner mit Einbußen in den USA

Die großen US-Hersteller legten gemischte Zahlen für den November vor. Während der zweitgrößte US-Autobauer Ford 7,1 Prozent weniger Neuwagen veräußerte und damit schon den dritten Rückgang in Folge hinnehmen musste, schaffte Rivale Fiat Chrysler ein 17-prozentiges Verkaufsplus.

Die japanischen Branchenschwergewichte Toyota, Honda und Nissan mussten Einbußen verkraften. US-Marktführer General Motors legt seine Verkaufszahlen nur noch quartalsweise vor. Branchenweit erwarten Experten ein Absatzminus von zwei Prozent für den US-Markt. (dpa)