Wolfsburg 

Wolfsburg: ÖDP geht gegen Weihnachtszirkus und Betteln mit Tieren vor

Gastspielverbot für Zirkusse mit Wildtieren im Programm: In vielen Kommunen ist es umgesetzt, in Wolfsburg wird immer noch heiß diskutiert (Archivbild).
Gastspielverbot für Zirkusse mit Wildtieren im Programm: In vielen Kommunen ist es umgesetzt, in Wolfsburg wird immer noch heiß diskutiert (Archivbild).
Foto: Imago

Wolfsburg. In Wolfsburg richtet sich weiterhin Widerstand gegen Wildtiere im Zirkus und das Betteln mit Tieren in der Innenstadt. Anlass ist der Weihnachtscircus. Nach den Grünen geht jetzt auch die Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP) in die Offensive.

ÖDP-Chef will keine Plakate mehr

ÖDP-Vorsitzender Bastian Michel will erreichen, dass in Wolfsburg und der Region keine Werbeplakate für Zirkusse mehr aufgehängt werden. "wir fordern eine konsequente Umsetzung des Plakatierverbotes in Wolfsburg", so Michel.

Rathaus: Maßnahmen sind eingeleitet

Eigentlich dürfen Plakate nur bei politischen Wahlen aufgehängt werden. Die Stadt Wolfsburg habe darüber bisher großzügig hinweg gesehen, so die ÖPD. Aus dem Rathaus allerdings heißt es auf Nachfrage: "Die Angelegenheit ist hier bereits bekannt. Entsprechende Maßnahmen sind eingeleitet."

Schausteller betteln mit Tieren

Gleichzeitig kämpft Michel gegen Schausteller, die mit ihren Tieren in der Innenstadt Geld sammeln. Das zu verbieten, ist für die Stadt Wolfsburg allerdings quasi unmöglich: Die Genehmigungen erteilt jeweils die Stadt, in der das Tier gemeldet ist.

Dennoch will Michel den Schaustellern ihre Gastspiele mit Tieren künftig erschweren: "Wir werden das penetrant verfolgen", kündigt er an.

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Zuletzt hatten auch die Grünen ein Wildtierverbot in Zirkussen auf Wolfsburger Boden gefordert. Sie hatten aber nicht mit Tierschutz, sondern mit der allgemeinen Sicherheit argumentiert.