Wolfsburg 

US-Automarkt: VW berappelt sich - die Branche sackt ab

Die Schaufenster eines Volkswagen-Händlers in den USA (Archivbild).
Die Schaufenster eines Volkswagen-Händlers in den USA (Archivbild).
Foto: Adam Glanzman/dpa

Herndon/Detroit/Wolfsburg. Nach dem Absatzeinbruch im Zuge des Abgas-Skandals hat Volkswagen seine US-Verkäufe 2018 das zweite Jahr in Folge gesteigert.

VW verbucht Plus von 4,2 Prozent

Dank gefragter SUV-Modelle wurden dort insgesamt 354.064 Pkw mit dem VW-Logo an die Kundschaft gebracht, wie der Wolfsburger Autobauer mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Dezember gab es in den USA ein Verkaufsplus von 5,8 Prozent auf 32 047 Fahrzeuge.

GM und Ford fahren hinterher

VW schlug sich damit zum Jahresende deutlich besser als die größten US-Hersteller General Motors (GM) und Ford. Marktführer GM, der seine Ergebnisse nur alle drei Monate vorlegt, wurde im vierten Quartal 2,7 Prozent weniger Neuwagen los als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Ford meldete für den Einzelmonat Dezember ein Minus von 8,8 Prozent.

Abkühlung nach Absatzboom in USA

Im Gesamtjahr 2018 verbuchten die US-Schwergewichte ebenfalls spürbare Rückgänge. Bei GM sanken die Verkäufe um 1,6 Prozent auf knapp 3,0 Millionen Fahrzeuge und bei Ford um 3,5 Prozent auf 2,5 Millionen Autos.

Nach jahrelangem Absatzboom kühlt sich der US-Markt angesichts höherer Zinsen und gestiegener Spritpreise schon seit längerem ab. Analysten sehen auch im neuen Jahr keine Trendwende. (dpa)