Wolfsburg 

Zollhund Kelly mit guter Nase: 280 Kilo Shisha-Tabak in Wolfsburg und Hildesheim sichergestellt

Tierische Unterstützung: Der Göttinger Zollhund Kelly.
Tierische Unterstützung: Der Göttinger Zollhund Kelly.
Foto: Hauptzollamt Braunschweig

Wolfsburg/Hildesheim. Mehr als ein Dutzend Shisha-Bars in Wolfsburg und Hildesheim haben Besuch vom Zoll bekommen. Bei den Kontrollen in den insgesamt 14 Läden wurden die Beamten am vergangenen Wochenende fündig, wie sie heute berichten.

Sie haben knapp 280 Kilogramm Wasserpfeifentabak sichergestellt. Am Samstag waren es in Wolfsburg 138,65 Kilogramm, am Sonntag 140,28 Kilogramm in Hildesheim. Allerdings entfallen davon etwa 80 Kilogramm allein auf ein Lokal.

Manche lernen's wohl nie

Tatsächlich seien alle steuerrechtlich geprüften Lokale nicht ordnungsgemäß mit dem Tabak umgegangen, bilanziert Zollsprecher Andreas Löhde. Das gelte sogar für die Shisha-Bars, die aus den gleichen Gründen schon in der Vergangenheit Besuch vom Zoll hatten.

Mit dabei war am Wochenende ein Tabakspürhund aus Göttingen. "Unser Spürhund 'Kelly' ist dafür ausgebildet, Tabakverstecke zu finden - die Shisha-Bars selbst kann auch die menschliche Nase nicht verfehlen", so Löhde.

Wasserpfeifentabak in großen Dosen

Lange suchen mussten aber weder Zöllner noch Kelly. Meist lagerte der Wasserpfeifentabak in großen, geöffneten Dosen in den kleinen Küchen der Bars. Die Beamten sind sich sicher: Dieser Tabak hätte portionsweise an die Kunden verkauft werden sollen.

Weil das aber verboten ist, verhinderte der Zoll den Verkauf. Löhdes Fazit zur großen Gesamtkilomenge: "Als wir gingen, waren die Küchen leer und unsere Asservatenkammer voll."

Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

Der Zoll war aber nicht nur in tabaksteuerrechtlichen Angelegenheiten mit den Bars beschäftigt, sondern auch, um Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung zu bekämpfen. Hier müsse man mehrere Fälle noch genauer prüfen, so der Zoll.

Kohlenmonoxid kann tödlich sein

Im Fokus der anderen beteiligten Behörden standen insbesondere der Jugend-, Nichtraucher- und Brandschutz, aber vor allem auch die Überwachung der Kohlenmonoxid-Konzentration in der Raumluft der Bars. Immer wieder erleiden Personen schwerste Kohlenmonoxid-Vergiftungen, die schlimmstenfalls tödlich enden können. (ck)