Wolfsburg 

A39 bei Wolfsburg: VW-Fahrer meldet Reh-Unfall – als die Polizisten den Kadaver finden, kommen sie aus dem Staunen nicht heraus

Ein VW-Fahrer hatte auf der A 39 bei Wolfsburg einen Wildunfall. (Symbolbild)
Ein VW-Fahrer hatte auf der A 39 bei Wolfsburg einen Wildunfall. (Symbolbild)
Foto: dpa

Wolfsburg. Es muss ordentlich gekracht haben am Freitagabend auf der A39 bei Wolfsburg. Kurz nach 22 Uhr hatte ein VW-Fahrer (33) aus Lehre einen Wildunfall - etwa 300 Meter vor der Anschlussstelle Mörse in Fahrtrichtung Weyhausen.

Sofort rief der Lehrer die Polizei und meldete, dass er soeben ein Reh angefahren hätte. Das glaubte er zumindest.

VW-Fahrer stößt in Wolfsburg mit Wolf zusammen

Als die Beamten die Gegend um die Unfallstelle absuchten, fanden sie jedoch kein Reh. Zu ihrer Überraschung stießen sie auf einen Wolf!

Das Tier muss versucht haben, die Autobahn zu überqueren und wurde dann von dem VW-Golf erfasst.

Jäger und Umweltamt bestätigen: Es ist ein Wolf

Die Polizei verständigte den zuständigen Kreisjägermeister. Der schaute sich das leblose Tier an und bestätigte, dass es sich tatsächlich um einen jungen Wolfsrüden handelt.

Das Tier wurde sichergestellt und sollte am Samstagmorgen durch das Veterinärsamt der tierärztlichen Hochschule in Hannover zur weiteren Untersuchung überstellt werden.

Am Montag bestätigte das Umweltamt gegenüber News38 den Wolfsfund. Der tote Wolf sei aber nun zur Untersuchung beim Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin.

„So nah dran war der Wolf noch nie“

„Das ist der erste Wolf seit der Ausrottung in der Region. So nah dran war er in Wolfsburg noch nie. Das ist schon außergewöhnlich“, teilte Polizeisprecher Thomas Figge aus Wolfsburg mit.

In Berlin soll nun untersucht werden, woher der Wolf kam und welchen Weg er bereits zurückgelegt hatte. Sind die Untersuchungen abgeschlossen, wird der Fall auf der Homepage wolfsmonitoring.com gelistet. (ak, js)