Wolfsburg 

Klageflut gegen VW: Gerichte ächzen unter Mehrbelastung

Akten, die überwiegend Klagen gegen Volkswagen im Rahmen des Diesel-Skandals behandeln, hängen im Landgericht Hannover. In den Niedersächsischen Landgerichten werden durch die Klageflut gegen Volkswagen viele Ressourcen gebunden.
Akten, die überwiegend Klagen gegen Volkswagen im Rahmen des Diesel-Skandals behandeln, hängen im Landgericht Hannover. In den Niedersächsischen Landgerichten werden durch die Klageflut gegen Volkswagen viele Ressourcen gebunden.
Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Braunschweig. Die Zahl der Klagen im VW-Abgasskandal hat Ende des vergangenen Jahres drastisch zugenommen. Mehrere Landgerichte in Niedersachsen berichteten von einer Verdoppelung oder sogar Verdreifachung der Verfahren allein im Dezember 2018.

In den im Januar veröffentlichten Bilanzen verweisen viele Gerichte auf die nahezu unveränderte Personalstärke, mit der diese Klageflut nun abgearbeitet werden müsse.

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Klagen gegen VW: Angst vor Verjährung

Ein Grund für die Klagen kurz vor dem Jahreswechsel sei die Sorge vor einer möglichen Verjährung, heißt es in der Mitteilung des Landgerichts Oldenburg. Viele VW-Kunden würden zudem allein vor Gericht ziehen, obwohl mittlerweile die Möglichkeit besteht, sich einer Musterfeststellungsklage anzuschließen.

Nach 2900 Zivilverfahren im Jahr 2016 und fast 3200 im Jahr 2017 gingen im vergangenen Jahr mehr als 4100 Klagen allein in Oldenburg ein. Auch Hildesheim und Göttingen melden drastische Anstiege. (dpa)