Wolfsburg 

Mehrere Jungs missbraucht: Polizei Wolfsburg nimmt Sexualstraftäter fest - noch mehr Opfer vermutet

Die Polizei Wolfsburg sucht nun nach möglichen weiteren Betroffenen die von dem 28-Jährigen belästigt worden sein könnten.
Die Polizei Wolfsburg sucht nun nach möglichen weiteren Betroffenen die von dem 28-Jährigen belästigt worden sein könnten.
Foto: Oliver Berg / dpa

Wolfsburg. Nach intensiven Ermittlungen ist es der Polizei Wolfsburg gelungen, einen mutmaßlichen Sexualstraftäter zu überführen und dingfest zu machen.

Mann aus Wolfsburg soll Jungen missbraucht haben

Die Ermittler werfen dem 28 Jahre alten Wolfsburger vor, zwischen November 2017 und Februar 2019 mehrere Jungen im Alter zwischen 10 und 14 Jahren bei verschiedenen Gelegenheiten angesprochen zu haben.

Dabei soll der jugendlich aussehende Täter das Vertrauen der Kinder in Gesprächen über das Internetspiel "Fortnite" oder über den Austausch bei YouTube gewonnen haben.

Sexuelle Übergriffe in der Wohnung des Mannes

Danach soll sich der 28-Jährige über WhatsApp und dem Playstation-Netzwerk zu Treffen mit den Kindern in seiner Wohnung in der Wolfsburger Innenstadt verabredet haben. Hier kam es laut Polizei dann mehrfach zu sexuellen Übergriffen.

28-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Der 28-Jährige wurde festgenommen. Ein Haftrichter aus Braunschweig erließ Untersuchungshaftbefehl.

Gibt es weitere Opfer? Polizei verspricht Diskretion

Die Polizei Wolfsburg sucht jetzt nach weiteren Betroffenen, die von dem 28-Jährigen belästigt wurden. Dabei sichern die Beamten den Betroffenen Diskretion zu. Betroffene, deren Angehörige oder Zeugen melden sich bitte bei den Beamten des 1. Fachkommissariats, Rufnummer 05361/46460.

In diesem Zusammenhang empfiehlt die Polizei:

  • Gehen Sie als Eltern nicht zu leichtgläubig mit den Aktivitäten ihrer Kinder im Internet um.
  • Lassen Sie sich zeigen, in welchen Chats ihre Sprösslinge unterwegs sind.
  • Sprechen Sie mit ihren Kindern über mögliche Gefahren.
  • Nehmen Sie Verhaltensänderungen ihrer Kinder ernst.
  • Im Zweifelsfall suchen Sie eine Beratungsstelle auf oder informieren sie die Polizei.

(ck)