Wolfsburg 

Flaute auf dem US-Automarkt – für VW geht's steil bergab

In den ersten zwei Monaten konnte Autohersteller Volkswagen in den USA keine guten Absätze verzeichnen.
In den ersten zwei Monaten konnte Autohersteller Volkswagen in den USA keine guten Absätze verzeichnen.
Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Wolfsburg/Herndon. Die Verkaufsflaute auf dem US-Automarkt macht sich bei Volkswagen weiter bemerkbar. Das Unternehmen konnte im Februar 25 706 Neuwagen verkaufen, so VW am Freitag.

Im Jahresvergleich der Absätze entspricht das einem Minus von 3,6 Prozent. Auch andere Hersteller mussten im vergangenen Monat deutliche Abstriche machen.

Jetta in den USA erfolgreich – der VW-Klassiker Golf eher unbeliebt

Mit der neuen Version des Jetta konnte VW die US-Kundschaft zwar überzeugen, beim Golf hingegen ging es mit den Verkaufszahlen nach unten. Das auf dem US-Markt inzwischen wichtigste Modell, der SUV Tiguan, verzeichnete einen Absatzrückgang von 13 Prozent.

Beim Stadtgeländewagen Atlas stagnierten die Verkäufe. Nachdem der Abgas-Skandal den Absatz in den USA zwischenzeitlich hatte einbrechen lassen, machte VW vor allem dank einer SUV-Offensive mit den Modellen Tiguan und Atlas im vergangenen Jahr wieder Boden gut.

Januar und Februar schwache Absatzmonate

2019 sieht es bislang aber mau aus, der Januar war auch schon schwach, auf Jahressicht ergibt sich ein Minus von 5,1 Prozent.

Die VW-Tochter Porsche hat auf dem US-Markt weiter einen guten Lauf. Im Februar verkaufte der Sportwagenbauer mit 4826 Autos 10,1 Prozent mehr Wagen als im Vorjahresmonat, wie das Unternehmen am US-Sitz in Atlanta mitteilte.

Stadtgeländewagen beliebt bei der US-Kundschaft

Vor allem mit der neuen Version vom Stadtgeländewagen Cayenne kann Porsche derzeit bei den US-Kunden punkten. Nach zwei Monaten liegen die Stuttgarter beim Absatz in dem wichtigen Markt insgesamt mit 11,4 Prozent im Plus.

Fiat Chrysler wurde erstmals seit elf Monaten weniger los, der Absatz sank um zwei Prozent. Bei Toyota und Nissan gab es Rückgänge um gut fünf beziehungsweise zwölf Prozent, bei Honda um 0,4 Prozent. Die Marktführer General Motors und Ford berichten nur noch quartalsweise. (dpa)