Wolfsburg 

Wolfsburg: Klartext vom VW-Betriebsratschef - "mangelhaftes Management"

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh (Archivbild).
VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh (Archivbild).
Foto: Peter Steffen/dpa

Wolfsburg. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh fordert personelle Konsequenzen aus Management-Fehlern bei dem Autobauer. "Es kann nicht sein, dass hier Milliarden versenkt werden und das bleibt ohne Folgen", sagte Osterloh am Freitag der "Braunschweiger Zeitung".

VW: Osterloh wehrt sich gegen Vorwurf

Allein das "mangelhafte Management" des neuen Abgastest-Verfahrens WLTP habe den Konzern im vergangenen Jahr "mindestens eine Milliarde Euro" gekostet.

"Das ist der Belegschaft, die den Wandel nicht nur erlebt, sondern aktiv gestaltet, nicht zu vermitteln", sagt Osterloh. Der Betriebsratschef verwahrte sich in dem Bericht gegen den Vorwurf, den Umbau des Unternehmens zu behindern. "Wir haben als Betriebsrat den Umbau noch nie aufgehalten."

Bericht: VW streicht bis zu 7.000 Stellen

Das "Handelsblatt" hatte unter Berufung auf Informationen aus dem Konzern berichtet, dass der Vorstand um VW-Chef Herbert Diess von 2023 an über zusätzliche Effizienzmaßnahmen 5,9 Milliarden Euro jährlich einsparen wolle.

Grund sei die Umstellung auf Elektroautos, für die VW mehr Geld benötige. Dafür könnten bis dahin 5.000 Jobs in der Verwaltung wegfallen, womöglich werde es aber nötig, gar 7.000 Stellen zu streichen.