Wolfsburg 

Senioren geben Führerschein nur selten freiwillig ab - aber Wolfsburg sticht heraus

Mehrere Geisterfahrten von Senioren in Niedersachsen und ein Unfall von Prinz Philip: Die Debatte um die Fahrtauglichkeit von Senioren ist neu entfacht (Symbolbild).
Mehrere Geisterfahrten von Senioren in Niedersachsen und ein Unfall von Prinz Philip: Die Debatte um die Fahrtauglichkeit von Senioren ist neu entfacht (Symbolbild).
Foto: imago/Jochen Tack

Wolfsburg/Braunschweig. In einigen Städten in Niedersachsen entscheiden sich immer mehr Senioren dazu, ihren Führerschein abzugeben. Dennoch sind es vergleichsweise wenige Autofahrer, die diesen Schritt gehen.

Wolfsburg: 35 Senioren geben Führerschein freiwillig ab

Auch ein landesweit einheitliches Bild gibt es nicht - aber Wolfsburg sticht in der Statistik heraus. In der VW-Stadt ist die Zahl der Senioren, die ihren Führerschein freiwillig ad acta gelegt haben, stark gestiegen.

Im vergangenen Jahr waren es 35 Männer und Frauen - im Jahr zuvor nur 26. In Braunschweig haben 2018 insgesamt zehn Senioren freiwillig auf ihren Führerschein verzichtet. Das waren deutlich mehr als 2017 – damals war es nur eine Person.

Prinz Philip, Ehemann der britischen Königin Elizabeth, hatte kürzlich eine Debatte über Senioren am Steuer ausgelöst, nachdem er einen Unfall verursacht hatte - einige Tage später entschloss der 97-Jährige sich dann zur freiwilligen Führerscheinabgabe.

In Niedersachsen fielen im vergangenen Monat gleich zwei Mal Senioren als Geisterfahrer auf der Autobahn auf: Mitte Februar verursachte ein 81-Jähriger deswegen auf der A1 im Kreis Oldenburg einen schweren Unfall - er starb, mehrere andere Menschen wurden lebensgefährlich verletzt.

Kurz zuvor war ein 79-Jähriger zwischen Hannover und Bad Nenndorf rund 60 Kilometer als Geisterfahrer auf der A2 unterwegs gewesen. (dpa/ck)