Wolfsburg 

Rassismus beim Länderspiel in Wolfsburg: Jetzt gibt es einen zweiten Fall

Beim Länderspiel in Wolfsburg soll es rassistische Anfeindungen gegeben haben - jetzt ist ein zweiter Fall bekannt geworden (Symbolbild).
Beim Länderspiel in Wolfsburg soll es rassistische Anfeindungen gegeben haben - jetzt ist ein zweiter Fall bekannt geworden (Symbolbild).
Foto: imago/Christian Schrödter

Wolfsburg. Das Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien in Wolfsburg wird offenbar von einem weiteren Fall von Rassismus überschattet.

Die Polizei spricht jetzt von einem zweiten Vorfall, der sich auf der Tribüne der Volkswagen Arena abgespielt haben soll. Demnach sollen zwei Zuschauer mehrfach verschiedene Spieler der deutschen Nationalmannschaft rassistisch beleidigt haben.

DFB leitet Anzeige an Polizei Wolfsburg weiter

Ein Zeuge habe sich schriftlich beim Deutschen Fußball Bund gemeldet und die Geschehnisse zur Anzeige gebracht, so die Polizei. Der DFB habe die Anzeige jetzt an die Polizei Wolfsburg weitergeleitet.

Volksverhetzung und Beleidigung

Die Beamten haben inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Volksverhetzung und Beleidigung eingeleitet. "Die Ermittlungen stehen derzeit am Anfang und wir müssen jetzt Beweismaterial auswerten und mögliche Zeugen befragen", so Polizeisprecher Thomas Figge.

Welche Worte konkret gefallen sein sollen und gegen wen sich der Hass richtete, wollte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen auf news38.de-Nachfrage nicht kommentieren.

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Nach dem Spiel hatte sich ein Journalist via Facebook zu Wort gemeldet. Unter Tränen berichtete er fassungslos von offenem Rassismus auf der Tribüne. Drei Männer hätten die Nationalspieler Leroy Sané und Ilkay Gündogan rassistisch beleidigt. Niemand sei eingeschritten.

Das Trio aus dem Raum Braunschweig stellte sich am Tag danach der Polizei. Auch hier dauerten die weiteren Ermittlungen noch an, so die Polizei. (ck)