Wolfsburg 

Rassismus-Skandal beim Länderspiel in Wolfsburg: So billig reden sich die Hetzer raus

Beim Länderspiel in Wolfsburg gab es rassistische Rufe - die Ausrede der Verdächtigen ist mindestens peinlich (Symbolbild).
Beim Länderspiel in Wolfsburg gab es rassistische Rufe - die Ausrede der Verdächtigen ist mindestens peinlich (Symbolbild).
Foto: imago/Christian Schrödter

Wolfsburg/Braunschweig. Drei Wochen nach dem Rassismus-Skandal beim Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien in Wolfsburg kommen neue Details ans Licht. Laut "Bild" haben sich die drei Verdächtigen inzwischen zu den Vorwürfen gegen sie geäußert.

Demnach gab das Trio aus Braunschweig und Wolfsburg zwar zu, die deutschen Nationalspieler Ilkay Gündogan und Leroy Sané in der Volkswagen Arena als "Neger" und "Bimbo" beschimpft zu haben.

"Dies sei jedoch ohne rassistischen Hintergrund geschehen, man habe sich nur über die Leistung der Spieler geärgert", so Julia Meyer von der Staatsanwaltschaft zu "Bild".

Sportjournalist André Voigt hatte das Ganze publik gemacht. Er hatte mit seiner Familie das Spiel besucht und danach seine Gedanken und Gefühle in einem emotionalen Facebook-Video formuliert.

Laut Voigt sollen die Männer auch "Heil Hitler" und "Wir brauchen wieder einen kleinen Österreicher" gerufen haben. Das Trio hatte sich selbst bei der Polizei gestellt.

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Die Staatsanwaltschaft prüft unter anderem den Vorwurf von Volksverhetzung und Beleidigung. Sollte es zur Anklage kommen, drohen den Männern bis zu drei Jahre Haft. (ck)