Wolfsburg 

Tuning-Kontrolle in Wolfsburg: Einige Schrauber haben es übertrieben

Auch dieses getunte Auto hätte so nicht fahren dürfen.
Auch dieses getunte Auto hätte so nicht fahren dürfen.
Foto: Polizei Wolfsburg

Wolfsburg. Tuner und Fahrer unter Drogen – auf die beiden hatte es die Polizei abgesehen. Bei einer gezielten Kontrolle an der Oebisfelder Straße in Wolfsburg und auf der Helmstedter Straße in Vorsfelde gingen den Beamten auch Autofahrer ins Netz.

Bei der achtstündigen Kontrolle am Dienstagnachmittag und -abend stellten die Polizisten bei mehreren getunten Fahrzeuge Verstöße fest. Bei fünf Fahrzeuge war die Betriebserlaubnis erloschen – wegen der technischen Veränderungen.

Das hat die Polizei Wolfsburg entdeckt

In zwei Autos waren sogenannte Luftfahrwerke eingebaut. Das sind nachgerüstete pneumatische Fahrwerke, wo Kompressoren Druck in einem Luftbalg erzeugen, wodurch sich wiederum die Höhe des Fahrzeugs variieren lässt. Ein Auto war außerdem noch nicht vom Tüv geprüft worden. Im zweiten Fall hatte der Besitzer Manipulationen am Fahrwerk vorgenommen.

Bei zwei weiteren Wagen stellten die Beamten eine verbotene Kombination aus einem verbauten Sportfahrwerk mit Tieferlegung und den angebrachten Felgen- bzw. Reifendimensionen fest. Bei einem Auto war ein Schalthebel aus dem Motorsportbereich eingebaut worden – auch hier ohne Genehmigung beziehungsweise Betriebserlaubnis.

In allen Fällen hat die Polizei entsprechende Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Tuner müssen ihre Autos in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzen und das nachweisen. Außerdem bekommen sie ein Verwarngeld aufgebrummt.

Außerdem erwischten die Beamten am Abend noch einen bekifften Autofahrer. Der 32-Jährige musste einen Urintest machen und eine Blutprobe abgeben. In seinem VW Golf entdeckten die Beamten zudem mehrere Konsumeinheiten Marihuana.

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Die Polizei Wolfsburg-Helmstedt kündigte an, dass das nicht die letzte Kontrolle dieser Art war. Gleichzeitig raten sie den Fahrern sportlicher Autos und Motorrädern, ihre Fahrzeuge von Technikern überprüfen zu lassen. Damit könnten Risiken gesenkt werden, heißt es. (ck)