Wolfsburg 

Rassismus-Skandal beim Länderspiel in Wolfsburg: Pöbler kommen straffrei davon

Beim Länderspiel in Wolfsburg gab es rassistische Anfeindungen - jetzt sind die Urteile gefallen (Symbolbild).
Beim Länderspiel in Wolfsburg gab es rassistische Anfeindungen - jetzt sind die Urteile gefallen (Symbolbild).
Foto: imago/Christian Schrödter

Wolfsburg. Nach dem Rassismus-Skandal beim Fußball-Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien in Wolfsburg sind die Urteile gegen die Pöbler gefallen.

Zwei der drei mutmaßlichen Täter ließ das Amtsgericht Wolfsburg straffrei davonkommen, berichtete die "Bild" am Dienstag. Ein "hinreichender Tatverdacht einer Volksverhetzung" sei nicht gegeben, so das Gericht laut "Bild".

Der dritte Beschuldigte bekam demnach eine Geldstrafe aufgebrummt; er muss 2.400 Euro bezahlen. Er hatte während des Spiels in der Volkswagen Arena in Wolfsburg unter anderem die Nazi-Parole "Sieg Heil" skandiert.

Rassismus-Eklat beim Deutschland-Spiel in Serbien

Das Trio aus dem Raum Braunschweig soll bei der Partie Deutschland - Serbien (1:1) immer wieder DFB-Spieler rassistisch beleidigt haben, vor allem Ilkay Gündogan und und Leroy Sané. Die Männer hatten sich selbst gestellt.

Danach redeten sie sich raus: Ja, man habe "Neger" und "Bimbo" gerufen – aber nur, weil man sich über die Leistung der Spieler geärgert habe. Rassistisch sei das nicht gemeint gewesen. Auch habe man "Schwuchtel-Löw" skandiert.

Das sagt die Staatsanwaltschaft Braunschweig

Die Äußerungen seien zweifelsohne geschmacklos, schreibt die Staatsanwaltschaft Braunschweig: "Sie unterfallen jedoch mangels der erforderlichen Konkretisierung von Gewaltverbrechen/Handlungen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und einem damit verbundenen Billigen/Leugnen/Verharmlosen des Nationalsozialismus aus rechtlichen Gründen nicht der Strafvorschrift."

Der Journalist André Voigt hatte das Ganze ins Rollen gebracht. Er veröffentlichte bei Facebook ein emotionales Video, in dem er von seinem Erlebten erzählte. (ck)