Wolfsburg 

„Schutzzone Wolfsburg“ ? „Gezielte Stimmungsmache!“ Jetzt spricht die Polizei Klartext

Die Polizei Wolfsburg hat den Entwicklungen am Nordkopf mit einer groß angelegten Razzia bereits umfassend entgegenwirken wollen - jetzt scheint die Gruppierung wieder auf sich aufmerksam zu machen. (Symbolfoto)
Die Polizei Wolfsburg hat den Entwicklungen am Nordkopf mit einer groß angelegten Razzia bereits umfassend entgegenwirken wollen - jetzt scheint die Gruppierung wieder auf sich aufmerksam zu machen. (Symbolfoto)
Foto: Imago/Pictureteam

Sie sind aktiv in Braunschweig, Salzgitter und in Goslar. Jetzt tauchen auch wieder vermehrt Bilder in Wolfsburg auf: Von der Gruppe, die sich selbst als „Schutzzone“ bezeichnet und den Bürgern Sicherheit suggerieren will – jedoch immer wieder selbst durch Straftaten auffallen.

Selbsternannte "Schutzzone" im Visier der Polizei Wolfsburg

Die Gruppierung der selbsternannten Ordnungshüter betreibe „gezielte Stimmungsmache“, heißt es am Mittwoch von der Polizei Wolfsburg. Die Beamten stellen klar: „Wir tolerieren ein solches Verhalten nicht, ebenso wenig den Versuch das Recht selbst in die Hand nehmen zu wollen.“

Razzia am Nordkopf - "Schutzzone" wieder aktiv

So tauchen in sozialen Netzwerken nunmehr wieder Bilder und Statements auf, die den Bereich des Nordkopfes in den Fokus dieser Kampagne nehmen. Dort, wo den Beamten bereits vergangenes Jahr nach einer Razzia ein großer Schlag gegen die Gruppierung gelungen sei.

Die Polizei sieht diese Entwicklung nach eigenen Angaben sehr kritisch. "Wir haben eine im Grundgesetz festgeschriebene Gewaltenteilung und die Verantwortung für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger liegt bei der Polizei", so Julia Schönfeld, Leiterin Einsatz der Polizei. "Grundsätzlich begrüßen wir aufmerksames Verhalten von Bürgerinnen und Bürgern. Bei relevanten Feststellungen ist jedoch ein Hinweis an die Polizei der richtige Weg.

Die Polizei Wolfsburg hat den Entwicklungen am Nordkopf im September 2018 mit einer groß angelegten Razzia bereits umfassend entgegenwirken wollen.

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Gruppenmitglieder der selbsternannten "Schutzzone" immer wieder straffällig

Durch den Schlag gegen die Gruppierungen, die dort durch vermehrte Straftaten aufgefallen waren, habe sich die Situation nachhaltig beruhigt, versichern die Beamten.

"Nach der Razzia sind durch weitere permanente Kontrollaktionen in diesem Bereich die Straftaten erheblich zurückgegangen. Wir haben das Kriminalitätsgeschehen natürlich weiter im Blick und können frühzeitig auf entsprechende Entwicklungen reagieren", so Heike Heil, Leiterin des Zentralen Kriminaldienstes.

"Sicherheit und Ordnung Aufgabe der Behörden!"

Dafür stünden Polizei und die Stadt Wolfsburg nach eigenen Angaben in engem Austausch. Die Gewährleistung der Sicherheit und Ordnung ist und bleibe einzig Aufgabe der dafür zuständigen Behörden, betont die Polizei noch einmal abschließend. (aj)