Wolfsburg 

Drama in Diepholz: Junge aus Wolfsburg stirbt bei Schulausflug - Staatsanwaltschaft ordnet Obduktion an

Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst.
Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst.
Foto: WPZ Hahnhorst April 018/Niedersächsische Landesforsten

Verden/Wolfsburg. Eine weiße Rose und eine Kerze sind auf der Internetseite des Theodor-Heuss-Gymnasiums Wolfsburg zu sehen. Nach dem tragischen Tod eines zehnjährigen Schülers herrschen weiterhin Fassungslosigkeit und Trauer an der Schule.

Schulpsychologen, Seelsorger und ein Pastor kümmern sich laut Landesschulbehörde um die Schüler, Eltern und Lehrer. Die Schüler und Lehrer müssen das schlimme Erlebnis verarbeiten. Für die Eltern der fünften Klasse gab es einen Elternabend.

Drama in Schwaförden

Nach bisherigen Ermittlungen hatte der Fünftklässler nach dem Frühstück zusammen mit Freunden um und auf einem auf Schienen stehenden Wagen gespielt. Plötzlich bewegte sich die schwere Lore – ein Rad überrollte den Zehnjährigen.

Schüler aus Wolfsburg stirbt nach Unfall

Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuchen verstarb der Junge aus Wolfsburg noch an der Unglücksstelle im Waldpädagogikzentrum Hahnhorst in Schwaförden bei Diepholz.

Er war zusammen mit seinen Mitschülern am Vorabend zu einer Klassenfahrt aufgebrochen. Diese wurde nach dem Unfall abgebrochen.

Neben der seelischen Aufarbeitung muss der Fall auch polizeilich und juristisch überprüft werden. Wie konnte es zu dem tödlichen Unfall kommen? Wurde die Aufsichtspflicht eingehalten?

Bisher kein Anfangsverdacht - keine Obduktion

"Derzeit dauern die Ermittlungen der Polizei zur Frage eines eventuellen Fahrlässigkeitsvorwurfs in alle Richtungen noch an", teilt eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Verden news38.de am Freitag mit.

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Danach werde geprüft, ob ein Anfangsverdacht im Hinblick auf eine Straftat besteht – etwa gegen die Betreiber des Waldpädagogikzentrums. Oder gegen die Lehrer aus Wolfsburg. Nach derzeitigem Ermittlungsstand sei das nicht der Fall.

Am Freitagmittag teilte die Staatsanwaltschaft mit, dass der Verstorbene jetzt doch obduziert werden soll. Zunächst hatte es geheißen, eine Obduktion sei nicht nötig, da die Todesursache eindeutig sei.

Jetzt doch: Obduktion angeordnet

Nun aber heißt es: "Die weitergehenden Ermittlungen haben nun doch die Notwendigkeit einer Obduktion des Verstorbenen ergeben, um eine möglichst genaue Rekonstruktion des Geschehens zu ermöglichen. Diese soll zeitnah erfolgen, wobei der Termin bislang nicht feststeht."

Kind stirbt nach Unglück in Wolfsburg

Es war in diesem Jahr bereits das zweite Unglück, bei dem ein Kind aus Wolfsburg ums Leben kam. Im April war ein Kleinkind in Nordsteimke bei einem Kita-Ausflug in ein Regenrückhaltebecken gestürzt und im Krankenhaus verstorben. (ck)