Wolfsburg 

Fridays for Future: Schüler halten flammende Rede im Rat in Wolfsburg - AfD polarisiert mit dieser Aussage

Archivbild
Archivbild
Foto: Federico Gambarini/dpa

Wolfsburg. Konsequenten Klimaschutz, das fordern Schüler weltweit und auch in Wolfsburg seit Monaten bei den „Fridays for Future“- Demonstrationen. Jetzt haben einiger Schüler rund um Janine Tönnies, Sprecherin der Wolfsburger Gruppierung, vor dem Stadtrat gesprochen. Und damit nicht nur Applaus bekommen.

Man müsse etwas tun, man müsse reagieren, forderte Tönnies vor dem Rat in Wolfsburg am Mittwochabend.

Schüler sprechen vor Stadtrat in Wolfsburg: Nur die AfD hat wenig Verständnis für die Jugendlichen

Wolfsburg sei eine reiche Stadt, sie müsse sich schneller bewegen als andere Städte. Zudem müsse dem VW-Konzern seine Grenzen aufgezeigt werden.

------------------------------------

• Mehr Themen:

Überholmanöver in Salzgitter geht schief: Traktor rammt Trecker - Straße gesperrt

Dreister Diebstahl in Gifhorn: Mann raubt Mädchen mitten in der Innenstadt aus

• Top-News des Tages:

Tödliche Tragödie im Harz: „Wir saßen noch im Garten und feierten Geburtstag“

Nach tragischem Tod im Altkleidercontainer in Braunschweig - Ermittler mit neuen Details

-------------------------------------

Größtenteils erhielt die junge Frau Zuspruch aus dem Rat für ihre Rede. Auch ihren Forderungen zum kostenlosen Busverkehr, mehr Carsharing-Angeboten und besseren Radwegen stimmten die meisten Ratsmitglieder nickend zu.

Selbst als es um die Vernachlässigung von erneuerbaren Energien in Wolfsburg ging, konnten Tönnies und ihre 14 Mitstreiter viele Zuhörer noch für sich gewinnen.

AfD beschwert sich zu allererst über die verkürzte Redezeit bei der Sitzung

Nur die AfD hatte etwas zu meckern. Da ihre Redezeit auf fünf Minuten gekürzt wurde, hat die Fraktion die komplette Rede an news38.de gesendet.

Nachdem sich bereits im ersten Absatz darüber beschwert wird, dass die Redezeit gekürzt wurde, entsteht anschließend eine muntere Rede darüber, dass es den Klimawandel zwar gibt, aber die Menschen nicht dafür verantwortlich seien.

„"Böse alte, weiße Männer“! Dabei hat kaum eine Generation den Vorfahren so viel zu verdanken, wie Diese! Frieden, Wohlstand. Etwas mehr Demut und Dankbarkeit wäre also angebracht! Einst werdet ihr die Alten sein! Es bleibt abzuwarten, ob ihr mehr überlasst, als ein Land, das den Anschluss an den globalen Wettbewerb verloren hat!“, wettert Thomas Schlick in seiner Rede.

Klimawandel sei nicht von Menschen gemacht

Man habe nichts gegen die Jugendlichen, sondern die Menschen im Hintergrund, die die Jugendlichen „für ihre Ideologien einspannen “.

Der Klimawandel sei nicht von Menschen gemacht, sondern es würde ihn schon immer gehen. Die Maßnahmen der Klimapolitik seien viel schlimmer als der Wandel selbst.

Ein paar Ansätze der Jugendlichen finden die Abgeordneten aber dann doch gut: „Verschwendung und Plastik reduzieren, Lichtverschmutzung verhindern, Insekten schützen und Naturräume belassen- Da sind wir aber gerne dabei! Und: Bäume zu pflanzen würde wahrscheinlich mehr bringen, als alle Co2-Vermeidungsstrategien!“

Schüler verstehen Einstellung der Politiker nicht

Für Janine Tönnies ist die Reaktion der AfD aber dennoch bezeichnend. „„Dass von ihnen der Klimawandel immer noch geleugnet wird, heißt doch, die Ergebnisse der seriösen Wissenschaft zu leugnen. Das ist schon komisch.“

Sie planen weiterhin ihre Demonstrationen an jedem Freitag anstatt zur Schule zu gehen. (fb)