Wolfsburg 

Modellprojekt "Smart Cities": Wolfsburg feiert - Braunschweig geht leer aus

Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat gute Laune. Kein Wunder (Archivbild).
Oberbürgermeister Klaus Mohrs hat gute Laune. Kein Wunder (Archivbild).
Foto: dpa

Berlin/Wolfsburg. Das Bundesinnenministerium will digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft entwickeln. Damit diese erprobt werden können, hatte es Städte, Kreise und Gemeinden aufgerufen, sich an einem gemeinsamen Projekt zu beteiligen.

Jetzt stehen die ersten Förderpartner der "Modellprojekte Smart Cities" fest: Nach Angaben des Ministeriums vom Mittwoch wurden in der Kategorie "Großstädte" Wolfsburg, Solingen und Ulm ausgewählt.

Partystimmung in Wolfsburg

In Wolfsburg ist die Freude daher entsprechend groß: "Es macht mich wahnsinnig stolz, dass das hohe Potenzial unserer Stadt auch in Berlin gesehen wird", so sich Oberbürgermeister Klaus Mohrs. Das Geld vom Bund ermögliche es der Stadt, Wolfsburgs Entwicklung zur Smart City trotz schwieriger Haushaltssituation intensiv voranzutreiben.

Mit Initiativen wie dem Glasfaserausbau, der 5G-Modellregion und dem Testfeld für autonomes Fahren habe man hervorragende Voraussetzungen, so der SPD-Politiker. "Nun werden wir die Ressource erhalten, um weitere entscheidende Schritte zu planen, auszuprobieren und umzusetzen."

Braunschweig bleibt am Ball

Auch Braunschweig hatte sich beworben, die Löwenstadt geht allerdings leer aus. "Dass wir für die erste Runde des Förderprogramms nicht berücksichtigt wurden, ist schade, ändert aber nichts an dem Ziel, Braunschweig zu einer Smart City weiterzuentwickeln", so Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. Gleichzeitig gratuliert er Wolfsburg.

"Smart Cities" - fünf weitere Modellregionen

Der Bund will nach Angaben des Ministeriums über einen Zeitraum von zehn Jahren in vier Staffeln rund 50 Modellprojekte mit etwa 750 Millionen Euro fördern. Für die erste Staffel stehen demnach rund 150 Millionen Euro bereit.

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Ende Juni hatte der Haushaltsausschuss des Bundestags die notwendigen Gelder in Höhe von insgesamt 44 Millionen Euro für insgesamt sechs Modellregionen freigegeben. Die weiteren Modellregionen befinden sich in Hamburg, Aachen und Kaiserslautern sowie in der Lausitz und in der nordbayerischen Region Amberg-Weiden. (dpa/ck)