Wolfsburg 

Autobahn-Urteil: A39-Ausbau erstmal gestoppt!

Ein Plakat gegen den Bau der Autobahn A39 (Archivbild).
Ein Plakat gegen den Bau der Autobahn A39 (Archivbild).
Foto: dpa

Leipzig/Wolfsburg. Erfolg für die A39-Gegner! Der Bau der Heideautobahn verzögert sich. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig beauftragte die Straßenplaner am Donnerstag, einzelne Mängel in den Planungen zu beheben.

Eine Ortsumgehung für Ehra-Lessien im Landkreis Gifhorn übersteige die Kompetenz der niedersächsischen Straßenbaubehörde, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Bier in der Urteilsbegründung. Auch beim Wasserrecht müssen die Planer noch einmal nachbessern.

+++ Konzept steht: So soll die A39 aussehen +++

Klage gegen A39-Weiterbau erfolgreich

Das Gericht hatte die Planungen für das erste Teilstück unter die Lupe genommen. Der Umweltschutzbund Bund sowie die Gemeinde Jembke hatten geklagt. Das Gericht stimmte dem Bund in einzelnen Kritikpunkten zu, die Klage der Gemeinde wies das Bundesverwaltungsgericht hingegen ab.

Der Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (LBU) fühlt sich im Widerstand gegen die geplante A39 bestätigt. "In Zeiten der drohenden Klima-Katastrophe ein solches landschafts- und landwirtschaftszerstörerisches Projekt für immer noch mehr Straßenverkehr und Staus weiter zu verfolgen, ist unverantwortlich und wird recht bald keine politische Unterstützung mehr haben", so LBU-Vertreter Eckehard Niemann.

Teilstück von Wolfsburg nach Ehra-Lessien

Die A39 soll über 105 Kilometer Wolfsburg und Lüneburg verbinden. Vor dem Bundesgericht wurde zunächst über den Bau eines 14,2 Kilometer langen Teilstücks zwischen Wolfsburg und Ehra-Lessien verhandelt.

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Insgesamt elf Klagen waren dagegen eingegangen, verhandelt wurden sechs davon. Die übrigen wurden abgetrennt und zur Verhandlung auf den 29. Oktober verlegt. Sechs weitere Autobahn-Teilstücke sind in der Planungsphase. (dpa/ck)