Wolfsburg 

Wolfsburg: "Schutzzone" muckt auf – so rigoros reagiert die Polizei

In Wolfsburg ist die Polizei gegen die selbsternannte "Schutzzone" vorgegangen. (Symbolbild)
In Wolfsburg ist die Polizei gegen die selbsternannte "Schutzzone" vorgegangen. (Symbolbild)
Foto: imago images/Symbolbild

Wolfsburg. Das lässt sich die Polizei Wolfsburg nicht gefallen: Die Beamten sind am frühen Mittwochabend konsequent gegen die selbsternannte "Schutzzone" eingeschritten. Drei Männer waren mit roten Westen mit dem Aufdruck "Wir schaffen Schutzzonen" in der Porschestraße unterwegs.

Nach einem Hinweis kontrollierte die Polizei Wolfsburg die Männer im Alter zwischen 26 und 38. Sie kommen aus Braunschweig, Wolfsburg und Königslutter. Die Beamten leiteten Ermittlungsverfahren nach dem Versammlungsgesetz ein.

Polizei Wolfsburg geht gegen "Schutzzone" vor

"Konkret handelte es sich um eine nicht angezeigte Versammlung und ein Verstoß gegen das Uniformverbot", so die Polizei Wolfsburg. Die drei roten Westen wurden nach dem Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz beschlagnahmt. Außerdem bekam das Trio Platzverweise.

+++ „Schutzzone Wolfsburg“ ? „Gezielte Stimmungsmache!“ Jetzt spricht die Polizei Klartext +++

Ein Passant hatte die Einsatzleistelle der Polizei darüber informiert, dass ein Trio aufdringlich und mit einschüchternder Wirkung Flyer an Passanten verteilt.

Zivilbeamte trafen daraufhin die drei Männer in der Nähe des ZOB in Wolfsburg.

+++ Selbsternannte "Schutzzone" in Braunschweig - so harsch reagiert die Polizei +++

Die Möchtegern-Aufpasser der rechtsextremen NPD wollten den Wolfsburgern suggerieren, dass manche Innenstadt-Bereiche schutzbedürftig und damit nicht sicher sind. "Das Gewaltmonopol liegt beim Staat, Gefahrenabwehr und der Schutz der öffentlichen Sicherheit seien zentrale Aufgaben der Polizei", stellen die Beamten klar.

---------------------------

Mehr von uns:

---------------------------

Jeder Bürger habe das Recht, sich an allen öffentlich zugänglichen Orten aufzuhalten. Daher werde die Polizei Wolfsburg auch zukünftig alle straf- und polizeirechtlichen Möglichkeiten gegen diese "Schutz-Streifen" ausschöpfen, heißt es.