Wolfsburg 

Wolfsburg: „Schutzzone“ am Nordkopf aktiv – jetzt wird ein krasses Detail bekannt

Mit ihren „Schutzzonen“ sorgt die NPD deutschlandweit für Aufsehen.
Mit ihren „Schutzzonen“ sorgt die NPD deutschlandweit für Aufsehen.
Foto: imago images / Ralph Peters

Wolfsburg. Nachdem im Jahr 2014 die Scharia-Polizei in Wuppertal mit ihren neonfarbenen Westen für Aufsehen gesorgt sorgte, hat sie nun anscheinend rechte Nachahmer gefunden.

In Wolfsburg patrouillierten am Mittwoch drei NPD-Aktivisten durch die Fußgängerzonen und erklärten sie zu „Schutzzonen“ – natürlich ebenfalls mit entsprechenden Westen.

NPD-Aktivisten patroullieren in Braunschweig

Die Wolfsburger Polizei nahm sich die Männer vor – und ihnen ihre Verkleidung ab. Laut der „Braunschweiger Zeitung“ handelt es sich bei zwei der Teilnehmer um szenebekannte Neonazis.

Einer von ihnen ist demnach ein NPD-Aktivist aus Braunschweig, der bereits seit einigen Jahren durch die NPD-Jugendorganisation „JN“ in Braunschweig und auf Landesebene auftritt.

Zwei Szenebekannte Neonazis

Mit ihm war ein weiterer bekannter Neonazi unterwegs, der Mitglied bei der rechtsextremen Bewegung „Division Wolfsburg Berserker Deutschland“ ist.

David Janzen, Sprecher des „Bündnisses gegen Rechts“ in Braunschweig, lobte den Polizeieinsatz in Wolfsburg. Laut ihm würde man in anderen Städten nicht so entschieden gegen derartige Patrouillen vorgehen.

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„Werbe-Aktion der NPD“

Seiner Meinung nach geht es bei solchen Aktionen aber nicht darum, wirklich eine Bürgerwehr zu simulieren, geschweige denn aufzustellen.

„Das ist eine Werbe-Aktion der NPD“, so Janzen gegenüber der Zeitung. „Die Partei ist hier in der Region ziemlich am Boden, hat kaum mehr Mitglieder und keine wirklich arbeitenden Strukturen.“

Klares Muster der NPD

In diesem Fall erteilte die Polizei dem Trio einen Platzverweis und leiteten ein Ermittlungsverfahren nach dem Versammlungsgesetz ein.

Der niedersächsische Verfassungsschutz erkennt in der Aktion ein Muster der NPD. Ein bundesweiter Schwerpunkt der Partei seien diese „Schutzzonen-Aktionen“. (db)