Wolfsburg 

Ferdinand Piëch und die Geschichte von der Skizze auf der Serviette

Ferdinand Piëch in einem Bugatti EB 218. Der ehemalige VW-Vorstandschef hatte selbst eine Vision eines Bugatti-Motors entworfen – auf seine Art.
Ferdinand Piëch in einem Bugatti EB 218. Der ehemalige VW-Vorstandschef hatte selbst eine Vision eines Bugatti-Motors entworfen – auf seine Art.
Foto: Harry Melchert/dpa

Wolfsburg. Die VW-Legende Ferdinand Piëch ist tot. Der 82-Jährige ist am Sonntag unerwartet gestorben. Die Fahnen bei Volkswagen in Wolfsburg hängen auf Halbmast und viele Menschen bekunden ihre Anteilnahme und erinnern daran, was Piëch für VW geleistet hat.

+++ Ferdinand Piëch: VW-Legende nach Restaurantbesuch gestorben +++

„Ein großer Mann ist gestorben“, schreibt eine Frau bei Facebook. Und es geht weiter: „Ein toller Typ, der Volkswagen in den 90er gerettet hat“, schreibt ein anderer. Und wieder eine erinnert sich: „Wer kennt sie nicht, die Geschichte von der Skizze auf der Serviette“.

Ferdinand Piëch: Erste Motorskizze auf einer Serviette

1998 hatte Ferdinand Piëch, damals Vorstandsvorsitzender von VW, die Markenrechte an der Traditionsfirma Bugatti erworben, so berichtete die Braunschweiger Zeitung.

+++ Ferdinand Piëch ist tot: VW trauert - Fahnen auf Halbmast in Wolfsburg +++

Piëch hatte für eine Limousine, den Bugatti Veyron, einen Motor entworfen. Und seine Gesprächspartner damit verwirrt, dass er seine Vision von 12, 16 und 18 Zylindern auf eine Papierserviette malte.

Es wurde schließlich eine 16-Zylinder-Maschine mit einer Leistung von 1001 PS. Für 1,16 Millionen Euro wurde der Bugatti schließlich Jahre später ausgeliefert. 50 Wagen wurden im ersten Jahr verkauft – einer davon an Ursula Piëch, die Frau des Ex-VW-Chefs. (fno)