Wolfsburg 

Wolfsburg: Blaualgen-Alarm und Fischsterben – Bürger sauer: „Sind die Verantwortlichen im Tiefschlaf???“

Das Fischesterben in Wolfsburg geht weiter. Dieses Mal betroffen ist der Mühlenteich.
Das Fischesterben in Wolfsburg geht weiter. Dieses Mal betroffen ist der Mühlenteich.
Foto: privat

Wolfsburg. Massives Fischesterben, Blaualgen-Alarm – der Sommer und die anhaltend hohen Temperaturen haben für tote Teiche in Wolfsburg gesorgt. Und die Bürger sind sauer. Immer wieder wird in diversen Facebook-Gruppen darüber diskutiert. Genau so wie auf der Facebook-Seite von news38.de.

So schreibt ein Nutzer: „Ja sind denn die Verantwortlichen der Stadt im Tiefschlaf??? Schon mal was von Prävention gehört...“. Immer wieder wird Kritik laut, dass in Wolfsburg nicht genug unternommen wurde.

Wolfsburg: Tote Teiche – das unternimmt die Stadt dagegen

Vor allem der Neue Teich und Mühlenteich sind betroffen. Beide Teiche sind in den vergangenen Wochen umgekippt. Tote Fische an der Oberfläche und ein ekelerregender Gestand waren die Folge.

Doch während in den Facebook-Gruppen noch weiter diskutiert wurde, hat die Stadt etwas unternommen. So teilt sie mit, dass ein Runder Tisch zu dem Thema stattgefunden hat.

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Unter dem Motto „Wasser in der Stadt Wolfsburg“ sind im August Vertreter der Naturschutzverbände Nabu und BUND, des Landvolks, der Fortwirtschaft, der Fischervereine sowie der städtischen Geschäftsbereiche Straßenbau und Projektkoordination, Grün und Liegenschaften, der unteren Wasserbehörde und der unteren Naturschutzbehörde der Stadt sowie der Wasserbetriebe zusammengekommen.

Das wurde beim Runden Tisch beschlossen:

  • Die Stadt Wolfsburg soll eine Projektgruppe einsetzen. Diese soll Vorhaben erarbeiten, um Niederschlagswasser in der Landschaft zurückzuhalten >>> Dadurch soll der Wasserhaushalt der Stadt gestärkt und die Grundwasserneubildung gefördert werden
  • Außerdem gibt es separate Gruppen, um auch kurzfristige Lösungen zu erarbeiten
  • Fest steht: Die kritische Lage in den Stillgewässern kann durch Belüftung nur bedingt ausgebessert werden. Da kann laut Stadt nachhaltig jedoch nur Regen und kühlere Temperaturen helfen.
  • Die Arbeitsgruppe „Stillgewässerrevitalisierung“ kümmert sich ab sofort um die Optimierung der Stillgewässer.
  • langfristige Maßnahmen: Waqsserpflanzen fördern und einbringen, Uferzonen umgestalten, Röhricht-Zonen am Ufer einrichten, Vorbehandlung der Einleitungen, Prüfung eines Frühwarnsystems, Vorrüstung von Stromanschlüssen zur Notbelüftung ausgewählter Gewässer, Teichbelüfter-Vorrat, Regelungen zur Fischbesatzung gemeinsam mit Naturschutzverbänden und Angelverein festlegen

Die Stadt betont außerdem, dass bei den Stillgewässern eine besondere Situation vorliege. Denn viele der Gewässer wurden laut Stadt künstlich errichtet.

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Deshalb hätten die Teiche häufig keine Grundwasseranbindung. Das bedeutet, ihr Wasser versickert je nach Dichtung anteilig un den Untergrund. Ihr Wasseraustausch und die Vitalität seien damit vom Zufluss von Oberflächengewässern abhängig.