Wolfsburg 

Wolfsburg: Ex-Polizeichef soll Sex verlangt haben – das ist das Urteil

Hans-Ulrich Podehl, ehemaliger Wolfsburger Polizeichef, sitzt vor Prozessbeginn im Gerichtssaal.
Hans-Ulrich Podehl, ehemaliger Wolfsburger Polizeichef, sitzt vor Prozessbeginn im Gerichtssaal.
Foto: Sina Schuldt/dpa

Wolfsburg/Braunschweig. Er ehemalige Polizeichef von Wolfsburg muss blechen. Hans-Ulrich Podehl ist wegen Bestechlichkeit zu einer Geldstrafe von 11.400 Euro verurteilt worden.

Wolfsburg: Ex-Polizeichef verurteilt

Er muss 120 Tagessätze zu je 95 Euro zahlen, wie das Landgericht Braunschweig am Mittwoch entschied. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Geldstrafe in Höhe von insgesamt 12.000 Euro gefordert.

Beförderung gegen Sex?

Der 63-Jährige hatte nach Überzeugung des Gerichts im Jahrb 2012 einer Mitarbeiterin des Landeskriminalamtes eine Stelle angeboten unter der Voraussetzung, dass sie sich ihm gegenüber erkenntlich zeige.

Podehl weist Vorwürfe zurück

Podehl wies dies zurück und bezeichnete den Vorwurf in dem Verfahren als absurd. Die 56-Jährige, die Hauptbelastungszeugin in dem Verfahren ist, bekräftigte hingegen ihren Vorwurf.

Das Ermittlungsverfahren gegen den Ex-Polizeichef war im Herbst 2016 eingeleitet worden, kurz nachdem die Staatsanwaltschaft ein anderes Verfahren wegen Stalking-Vorwürfen gegen ihn eingestellt hatte.

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Ermittlungen schlugen hohe Wellen

Mit dem Fall, der zur Wolfsburger Polizeiaffäre wurde, hatte sich auch der niedersächsische Landtag beschäftigt. Das Interesse am Verfahren war zu Beginn so groß, dass der Gerichtssaal wegen Überfüllung geschlossen wurde. (dpa/mb)