Wolfsburg 

Wolfsburg: Tierhilfe teilt traurigen Post – „Ich bin's, eines der vielen Kätzchen...“

Noch immer gebe es zahlreiche freilaufende Kätzchen in Wolfsburg. Die Tierhilfe will auf das Problem aufmerksam machen. (Symbolbild)
Noch immer gebe es zahlreiche freilaufende Kätzchen in Wolfsburg. Die Tierhilfe will auf das Problem aufmerksam machen. (Symbolbild)
Foto: dpa/Mohammed Talatene

Wolfsburg. Ein Post der Tierhilfe Wolfsburg macht derzeit die Runde bei Facebook. Er soll auf eine traurige Art und Weise eine Situation zeigen, die für viele Tiere in der Stadt Alltag sei.

Die Tierhilfe Wolfsburg hat eine Collage erstellt, die aus drei Fotos besteht. Darauf zu sehen ist ein kleines, weiß braun geflecktes Kätzchen. Es schaut mit seinen grünen Augen in die Kamera. Das Näschen leuchtet rot. Das Fell wirkt noch struppig.

Wolfsburg: Tierhilfe will auf Katzen in der Innenstadt aufmerksam machen

Es hat einen Platz in einer Transportbox gefunden. Mit dabei: ein Napf voller Futter. Laut Tierhilfe Wolfsburg für das kleine Kätzchen nicht selbstverständlich.

Denn eigentlich lebte der kleine Racker bis vor Kurzem auf der Straße – in der Innenstadt von Wolfsburg. Und genau auf diese Thematik möchte die Tierhilfe Wolfsburg mit ihrem Post aufmerksam machen.

So heißt es: „Hallo Wolfsburg! Bilder wie meine sind dir sicherlich aus dem Ausland vertraut, aber weißt du was? Ich bin's...eines der vielen Kätzchen aus deiner Innenstadt.“ Emotional schildert die Tierhilfe das Leben des Kätzchens.

+++Katze auf A39 angefahren: nun herrscht traurige Gewissheit+++

Tierhilfe: Innenstadt-Kätzchen sind noch immer großes Problem

Eines Kätzchens, das aus einer dunklen Ecke heraus die Menschen beobachtet und darauf gewartet habe, dass jemand etwas zu Essen wegschmeißt. „Hallo Wolfsburg! Ich bin's...eines der vielen armen, kranken, hungernden Katzen aus deiner Innenstadt“, heißt es weiter.

Die Tierhilfe möchte mit diesem Post auf die Situation in der Stadt aufmerksam machen. Sie schreibt: „Es ist immer noch ein riesiges Problem, das kaum zu bewältigen scheint. Einige Anwohner meinen es gut und stellen Futter für die armen Geschöpfe raus. Gut gemeint, vergrößert jedoch das Problem ohne die Kastration der wilden Elterntiere und das Einfangen und Vermitteln der Jungtiere.“

---------------------------------

Themen des Tages

---------------------------------

Anwohner könnten sich stets an die Tierhilfe wenden. Sie habe bereits zahlreiche Katzen eingefangen, kastrieren und medizinisch versorgen lassen.

Wolfsburg: Für Katzen gilt Kastrations- und Kennzeichnungspflicht

Auch die Stadt Wolfsburg macht auf ihrer Internetseite auf das Problem der verwilderten Katzen aufmerksam. Dort wird klar betont, dass es in der Stadt eine Kastrations- und Kennzeichnungspflicht von Katzen geben.

Kastrationspflicht in Wolfsburg

  • Katzenhalter, die ihrer Katze Zugang ins Freie gewähren, müssen die Tiere vorher kastrieren und mittels Mikrochip kennzeichnen lassen (gilt nicht für Katzen, die weniger als fünf Monate alt sind)
  • Halter sind verpflichtet, ihr Tier in einer Haustier-Registrierungsdatenbank registrieren zu lassen
  • Als Katzenhalter gilt laut Stadt auch jemand, der freilaufenden Katzen regelmäßig Futter hinstellt
  • Kastration muss vom Tierarzt schriftlich bestätigt werden

Eben, weil es noch immer Katzenbesitzer gebe, die sich nicht ausreichend um ihre Tiere kümmern beziehungsweise sie aussetzen. Die Folge seien verwilderte Katzen, die sich unkontrolliert fortpflanzen würden.

Außerdem weist die Stadt darauf hin, dass das regelmäßige Füttern von nicht kastrierten, herrenlosen Katzen keine gute Lösung ist. Denn das würde die unkontrollierte Vermehrung unterstützen. (red)