Wolfsburg 

Wolfsburg: Nach Stein-Attacken in Fallersleben – Polizei traut ihren Augen nicht

In Fallersleben wurden in letzter Zeit immer wieder große Steine auf die Fahrbahn gelegt – auch diese Klötze.
In Fallersleben wurden in letzter Zeit immer wieder große Steine auf die Fahrbahn gelegt – auch diese Klötze.
Foto: Polizei Wolfsburg

Fallersleben. Die Polizei Wolfsburg hat einen großen Stein auf einer Straße bei Sülfeld entdeckt. Streifenbeamte sahen den 20x20 Zentimeter großen Mauerstein am frühen Dienstagmorgen auf der Wettmershagener Straße liegen und nahmen ihn mit.

„Zum Glück waren wir wohl noch rechtzeitig zur Stelle und haben die Gefahrenstelle beseitigt. Wir gehen davon aus, dass es dort im morgendlichen Berufsverkehr noch zu keinem Unfall kam“, so ein Beamter.

Polizei Wolfsburg ermittelt nach Stein-Attacken in Fallersleben

Die Ermittler gehen davon aus, dass es einen Zusammenhang mit vorangegangenen Straftaten gibt. Denn in letzter Zeit hatte ein Unbekannter Zeit immer wieder Nagelbretter oder Steine auf Straßen gelegt. Der Polizei Wolfsburg sind bisher zehn Fälle bekannt.

Die Beamten ermitteln wegen der gefährlichen Eingriffe in den Straßenverkehr. Gleichzeitig warnen sie davor und bitten die Verkehrsteilnehmer um besondere Aufmerksamkeit, speziell auf Landstraßen in diesen Bereichen:

  • Fallersleben
  • Sülfeld
  • Ehmen
  • Wettmershagen
  • Groß Brunsrode

Drei der insgesamt zehn Fälle:

  • Montag, 26. September: Eine 55-Jährige fährt morgens mit ihrem VW Transporter über die K73 bei Ehmen. Dabei fährt die Frau aus Isenbüttel über drei Steine. Sie kann ihr Fahrzeug auf der Fahrbahn halten und bleibt unverletzt. Der Schaden am VW beläuft sich auf rund 2.000 Euro.
  • Sonntag, 6. Oktober: Ein 34-jähriger Autofahrer prallt am späten Abend auf der Westrampe bei Fallersleben auf einen 30x40 Zentimeter großen und etwa 20 Kilogramm schweren Stein. Dieser reißt den Unterboden des Audis auf, der Schaden beträgt mehrere tausend Euro. Immerhin kommt der Fahrer aus Papenteich mit dem Schrecken davon.
  • Samstag, 12. Oktober: Ein 23-jähriger Autofahrer schafft es am späten Abend am Kreisverkehr bei Sülfeld noch so gerade eben, einem Brett gespickt mit Nägeln und Schrauben auszuweichen.

In allen Fällen haben die Ermittler der Polizei Fallersleben entsprechende Strafverfahren eingeleitet. Dem Täter drohen bis zu fünf Jahren Haft oder eine saftige Geldstrafe. Ein Polizeibeamter betonte, dass das hier keine Kavaliersdelikte sind.

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Weil alle Tatorte auf Land- und Kreisstraßen außerorts lagen, ruft die Polizei zu besonderer Aufmerksamkeit auf. Die Polizei in Fallersleben nimmt Hinweise zu den Vorfällen unter der Rufnummer 05362/967000 entgegen. (ck)