Wolfsburg 

VW: Verurteilter Manager aus US-Haft wieder in Deutschland – so geht's jetzt für ihn weiter

Der langjährige VW-Ingenieur James Robert Liang. (Archivbild)
Der langjährige VW-Ingenieur James Robert Liang. (Archivbild)
Foto: dpa

Hannover. Der in den USA inhaftierte ehemalige VW-Ingenieur James Liang ist wieder zurück in Deutschland.

Liang war 2017 in den USA zu 40 Monaten Haft und einer Geldstrafe in Höhe von 200.000 US-Dollar verurteilt worden. Er hatte sich den US-Ermittlern als Kronzeuge zur Verfügung gestellt und eine Mitschuld am VW-Dieselskandal eingeräumt.

Doch das erwartet ihn jetzt in Deutschland.

VW-Manager aus Haft in USA entlassen

Nach Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung ist der VW-Manager Liang am Montag in New York von zwei LKA-Beamten abgeholt worden und ist seit Dienstag, 19. November, wieder in Deutschland.

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Nun soll der Ingenieur seine Reststrafe in der Nähe von Hannover absitzen.

Sein Anwalt Gero von Pelchrzim, sagte, er hoffe, dass das letzte Drittel der Strafe für seinen Mandanten ausgesetzt werde. Damit könnte Liang bereits im Dezember freikommen.

Allerdings wird auch in Deutschland gegen ihn wegen der Abgasaffäre ein Betrugsverfahren geführt.

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Staatsanwaltschaft Braunschweig: Anklagen gegen sechs VW-Mitarbeiter

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bereitet zurzeit außerdem Anklagen gegen sechs weitere frühere VW-Mitarbeiter vor. Es handelt sich um hochrangige Ingenieure und Softwareentwickler, die ebenfalls in den Abgasbetrug verwickelt gewesen sein sollen.

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Im September 2015 hatte VW nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden und Recherchen von Wissenschaftlern eingeräumt, mit einer speziellen Software in großem Stil Diesel-Abgastests manipuliert zu haben.

Neben Milliarden an Rechtskosten gab es auch strafrechtliche Ermittlungen in Deutschland, den USA und weiteren Ländern. (dpa)