Wolfsburg 

VW ruft zehntausende Fahrzeuge zurück – vor allem dieses Detail schockiert

Volkswagen: Erneuter VW-Rückruf!
Volkswagen: Erneuter VW-Rückruf!
Foto: Volkswagen: Erneuter VW-Rückruf!

Wolfsburg. Volkswagen ruft erneut zehntausende Autos zurück!

In den Fahrzeugen soll laut dem „BR“ eine unzulässige Abschalteinrichtung verbaut sein. Besonders pikant: Die betroffenen Autos wurden schon lange vor dem „Dieselgate“ 2015 gebaut.

Erneuter Volkswagen-Rückruf: Diese VW-Modelle sind betroffen

Demnach müssen rund 33.200 ältere VW-Wagen aus den 2000er Jahren nachgerüstet werden. Betroffen sind diese Modelle:

  • 27.500 Exemplare des VW Touareg
  • 5.700 des VW Phaeton

Beide Volkwagen-Modelle wurden zwischen 2005 und 2008 hergestellt. Sie fallen in die Emissionsklasse Euro-4.

Rückruf auch bei VW-Tochter Audi

Anfang November gab es auch bei Audi einen Rückruf: Die VW-Tochter aus Ingolstadt muss nach eigenen Angaben 50.000 Dieselwagen überarbeiten.

Darunter befinden sich rund 50.000 A4-, A6- und A8-Modelle mit dem großen 3,0-Liter-Dieselantrieb.

Das macht insgesamt 89.000 zu überarbeitende Fahrzeuge für den Konzern.

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Für Autos mit einem solchen Motor, aber modernerer Abgasnorm hatte es im VW-Konzern bereits ebenfalls Rückrufe gegeben, auch bei der Tochter Porsche. Aus dem Bundesverkehrsministerin gab es zunächst keine neuen Informationen.

Kraftfahrt-Bundesamt stuft Software als „unzulässig“ ein

Laut dem „BR“ erkenne eine Software, ob ein Auto auf dem Prüfstand stehe. Dann werde der Stickoxid-Ausstoß des Motors verringert. Fährt das Auto auf der Straße, schalte sich die Abgasreinigung ab. Dadurch gelangen gefährliche Stickoxide ungefiltert in die Luft.

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Das Kraftfahrt-Bundesamt soll diese Funktion als „unzulässige Abschalteinrichtung“ eingestuft haben.

Täuschungssoftware löste Abgas-Skandal aus

Dem „BR“ teilte Audi mit, für die Fahrzeuge eine technische Lösung vorstellen zu wollen. Anschließend werde Audi die betroffenen Fahrzeuge in die Werkstätten zurückrufen.

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Der Abgas-Skandal bei Volkswagen mit drastisch erhöhten Stickoxid-Werten im Straßenbetrieb war im September 2015 bekanntgeworden.

Nachdem eine Täuschungssoftware in den Autos nachgewiesen wurde, weitere sich der Skandal auf andere Modelle und Hersteller aus, die aus Sicht von Kritikern unzulässige „Abschalteinrichtungen“ nutzen.

Dabei werden Abgase teils nicht vollständig gereinigt, um den Motor zu schützen. (vh/mit dpa)