Wolfsburg 

Wolfsburg: Junge (10) stirbt bei Klassenfahrt – Gutachten sorgt für überraschende Wende

Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst - hier kam es zum tragischen Vorfall. (Archivbild)
Das Waldpädagogikzentrum Hahnhorst - hier kam es zum tragischen Vorfall. (Archivbild)
Foto: WPZ Hahnhorst April 018/Niedersächsische Landesforsten

Wolfsburg. Es war ein Schock für alle! Bei einer Klassenfahrt ist im Juni ein Zehnjähriger aus Wolfsburg verstorben.

Das Unglück geschah auf dem Gelände eines Waldpädagogikzentrums. Dort verbrachten die Schüler aus Wolfsburg einen Teil ihrer Klassenfahrt. Die Kinder spielten auf einer Lore, als diese plötzlich in Bewegung geriet in den Schüler erfasste.

Wolfsburg: Schüler stirbt auf Klassenfahrt – Gutachten wirft Fragen auf

Bei dem Todesopfer handelte es sich um einen Gymnasiasten aus Wolfsburg. Nun hat die Staatsanwaltschaft offenbar überraschend weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben. Dies berichteten die „Wolfsburger Nachrichten“.

Dabei geht es um eventuelle Verantwortlichkeiten für die Überwachung und Kontrolle der Lore sowie mögliche Verletzungen der Sorgfaltspflicht, wie eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft gegenüber den „Wolfsburger Nachrichten“ erklärte.

+++Nach tödlichem Unglück: Schule aus Wolfsburg sucht Weg zurück zur Normalität+++

Die Tragödie im Waldpädagogikzentrum

Am 18. Juni spielte der Junge gemeinsam mit Freunden auf einer Lore, die auf dem Grundstück des Waldpädagogikzentrum Hahnhorst bei Diepholz stand. Früher wurde auf dem Gelände Erz abgebaut. Die Lore und einige Meter Schiene waren erhalten geblieben.

Der Zehnjährige geriet unter das Fahrzeug, als es sich in Bewegung setzte. Er starb noch an der Unglücksstelle. Nach dem tragischen Vorfall brach die Klasse die Fahrt ab.

Noch am selben Tag kehrten die Schüler nach Wolfsburg zurück. Wie es nach dem tragischen Unglück weiterging, kannst du hier nachlesen.

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Vor sechs Monaten erklärte Thomas Gissing, Pressesprecher der Polizei Diepholz, dass es sich wahrscheinlich um einen „Unglücksfall“ gehandelt hatte. Nach dem TÜV-Gutachten steht nun laut „Wolfsburger Nachrichten“ jedoch auch der Verdacht von Fahrlässigkeit im Raum. (dav)