Wolfsburg 

Wolfsburg: „Das war's Schule!“ – brutales Video zeigt Randale an Schule in der Silvesternacht

In Wolfsburg ist es in der Silvesternacht zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Ach Einsatzkräfte wurden mit Feuerwerk beschossen. (Symbolbild)
In Wolfsburg ist es in der Silvesternacht zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Ach Einsatzkräfte wurden mit Feuerwerk beschossen. (Symbolbild)
Foto: imago images/Eibner

Wolfsburg. In Wolfsburg im Stadtteil Westhagen ist die Lage in der Silvesternacht vollkommen aus dem Ruder gelaufen. Es kam zu heftigen Ausschreitungen!

Mehrere Personen haben in Wolfsburg sowohl Polizei als auch Einsatzkräfte der Feuerwehr massiv mit Raketen und Leuchtmunition beschossen. Außerdem sei es zu massiver Randale am Albert-Schweitzer-Gymnasium gekommen.

Wolfsburg: Polizei bittet um Videos und Fotos der Silvester-Randale

Ein schockierendes Video zeigt nun die Zerstörungswut der Feiernden. Die jungen Erwachsenen sollen ihre Taten bei Snapchat verbreitet haben.

Und genau dieses Videomaterial ist Anlass für die Polizei, noch einmal explizit Zeugen zu bitten, solches an die Einsatzkräfte zu ermitteln. Denn die Polizei Wolfsburg hat nun extra eine Ermittlungsgruppe eingerichtet, die den Fall eingehend untersuchen soll.

Wer also Foto- und Videoaufnahmen von dem Tatort an dem Schulkomplex im Bereich der Jenaer Straße/Halberstädter Straße hat, soll sich an die Polizei wenden: 05361/464-60.

Wolfsburg: Silvester-Party eskaliert völlig

Wie die Polizei berichtet, feierten etwa 50 Personen auf dem nahen Marktplatz zum Silvesterfeuerwerk. Im Zuge dessen sei es zunächst zu Sachbeschädigungen am Albert-Schweitzer-Gymnasium gekommen.

Dort seien mehrere Fensterscheiben zerstört worden. Danach seien mehrere angezündete Silvesterraketen und Knallkörper in ein Klassenzimmer geworfen worden. Die Folge: Brandschäden an den Möbeln, Wänden und dem Fußboden.

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Video zeigt Schrecken der Silvesternacht in Wolfsburg

Szenen, die auch ein nun aufgetauchtes Video zeigen. Das scheint einer der Täter auf seinen Social Media Kanälen geteilt zu haben. Versehen ist es mit dem Text „Das war's Schule“. Zu sehen sind mehrere junge Erwachsene mit Raketen und Böllern in der Hand.

Ein anderer wiederum tritt vehement gegen die Eingangstür der Schule. Währenddessen fliegen Raketen gegen die Scheiben, Böller werden durch eingeschlagene Fensterscheiben geworfen. Stimmen rufen durcheinander. Man hört Gelächter und klirrende Scheiben.

Nach 21 Sekunden endet das Video, das nur einen Teil des Schreckens der Silvesternacht in Wolfsburg zeigt.

Wolfsburg Westhagen: Randale in Schule

Als Polizei und Feuerwehr aufgrund des Brandmeldealarms zum Ort ausrückten, ist die Situation völlig eskaliert. Nach Angaben der Polizei wurden die Einsatzkräfte sofort „massiv“ mit Böllern beworfen.

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Aufgrund der extrem lauten, blitzartigen Detonation geht die Polizei davon aus, dass es sich um illegale Feuerwerkskörper handelt.

Als die Einsatzkräfte das Klassenzimmer eingehend untersuchten, habe sich eine Gruppe genähert. Diese zündete Raketen und nutzte Feuerwerksmunition, die nur aus Schreckschusswaffen abgefeuert werden konnte. Die Geschosse schlugen durch die zerstörten Scheiben direkt in dem Klassenzimmer zwischen den Beamten ein, heißt es seitens der Polizei.

Polizei Wolfsburg fordert Unterstützung aus Braunschweig

Glücklicherweise sie keine der Einsatzkräfte verletzt worden. Die Polizei forderte zwischenzeitlich noch Unterstützung aus Braunschweig und Gifhorn an. Am Ende konnten 26 Einsatzkräfte die Indentitäten von insgesamt 31 Personen feststellen.

Vier Beteiligte im Alter von 18 bis 23 Jahren hatten sich den Polizeimaßnahmen widersetzt. Als Einsatzkräfte diese Vier dann auch noch als mutmaßliche Tatverdächtige erkannten, fixierten Beamte das Quartett mit Handfesseln.

Die Polizei geht davon aus, dass ein Sachschaden in Höhe von über 10.000 Euro entstanden ist. Außerdem werde nun wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Landfriedensbruch in besonders schwerem Fall ermittelt.

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Klaus Mohrs entsetzt über Vorfall: „ist unfassbar!“

Wolfsburg Oberbürgermeister Klaus Mohrs zeigt sich entsetzt über den Fall: „Was mich an der Tat am meisten entsetzt, ist, dass die jungen Menschen nicht Halt davor gemacht haben, die Einsatzkräfte anzugreifen. Erst fremdes Eigentum vorsätzlich und mutwillig zu zerstören und dann noch diejenigen zu attackieren, die sich um den angerichteten Schaden kümmern wollen, ist unfassbar.“

Laut Stadträtin Iris Bothe kann der Unterricht am Albert-Schweitzer-Gymnasium am 6. Januar aber trotz des Schadens planmäßig beginnen.

Ob, und wenn ja, welche Konsequenzen der Vorfall nach sich zieht, wollen Stadt, Polizei und Feuerwehr nach eigenen Angaben in Ruhe reflektieren.

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Rufe nach Böllerverbot werden lauter

Auch bei Facebook sind die Leute entsetzt über das Verhalten der Jugendlichen. „Traurig ist es , dass Polizei und Feuerwehr sich mit sowas rumschlagen und anderswo Häuser abbrennen, weil die nötigen Einsatzkräfte fehlen“, kommentiert auf der Facebook-Seite von News38.

Viele fordern Strafen für die Verantwortlichen, andere auch weitere Konsequenzen: „Ab dieser Aktionen bin ich nun auch für ein Böllerverbot oder das man einen Führerschein absolvieren sollte für den Erwerb von Feuerwerkskörpern“, schreibt ein Facebook-User.

Und auch immer mehr Personen des öffentlichen Lebens äußern sich zu den Vorfällen. So betont Polizeivizepräsident Roger Fladung: „Diese Ereignisse machen sehr betroffen!“ Es sei wichtig, dass diese Gewalttaten in deutlichen Rückmeldungen aus Politik und Gesellschaft verurteilt worden sind, heißt es in seinem Statement weiter.

Erinnerungen an Vorfall in Vorsfelde werden wach

Bereits beim Jahreswechsel 2017/2018 ist es zu einem Vorfall gekommen, bei dem Einsatzkräfte mit Raketen beschossen worden. Mehr dazu liest du hier <<<. (abr)