Wolfsburg 

„Das perfekte Dinner" (Vox) in Wolfsburg: Zuschauer-Wut auf Kandidaten – „...hat verschissen bei mir“

Die fünf Kandidaten von „Das perfekte Dinner“ werden in den sozialen Netzwerken stark kritisiert.
Die fünf Kandidaten von „Das perfekte Dinner“ werden in den sozialen Netzwerken stark kritisiert.
Foto: TVNOW / ITV Studios

Wolfsburg. Diese Woche hakte es gewaltig bei „Das perfekte Dinner“ auf Vox. Nicht nur das Essen erzielt maue Punktzahlen, auch bei einer persönlichen Bewertung der Kandidaten untereinander wäre wohl nur selten die Höchstpunktzahl erreicht worden.

Zu allem Überfluss scheint die Gruppe auch bei den Zuschauern eher einen nervlichen Zusammenbruch zu verursachen, als Lust auf eine Kochsendung. Besonders an einer Sache stören sich viele Zuschauer.

Auf Twitter werden die fünf Teilnehmer, die jeden Abend ein selbstgekochtes Drei-Gänge-Menü essen und zubereiten, heftig kritisiert. Vor allem die Menschen in Wolfsburg und Braunschweig schämen sich für ihre „Das perfekte Dinner"-Teilnehmer.

„Das perfekte Dinner“: Vor allem eine Sache nervt die Zuschauer

Die Mittwochsfolge von „Das perfekte Dinner" schoss für die Zuschauer der beliebten Koch-Show den Vogel ab. Etliche Kommentare mit dem Hashtag #dasperfektedinner werden noch während der Sendung auf Twitter gepostet.

Unter dem Pseudonym Prinz Genji lässt ein Zuschauer seine Wut hinaus. Er schreibt: „Bitte hört auf, Wolfsburg als den Nabel der Welt zu verkaufen. Es gibt auch unter den Zuschauern Leute, die bereits dort waren.“

„Das perfekte Dinner" in Wolfsburg: Zuschauer findet Truppe langweilig

Nutzer Straight Edge setzt noch einen drauf. Bezeichnet die Teilnehmer dieser Woche von „Das perfekte Dinner" als „pedantisch“ und „versnobt“. Er schreibt: „Mal an alle hier: Ich bin in Braunschweig geboren. Habe mal in Gifhorn gewohnt und arbeite in Wolfsburg. Bitte, bitte, bitte, bitte, glaubt mir, wenn ich euch sage, dass in den drei Städten nicht alle so langweilig, mäkelig, pedantisch und versnobt sind!“

Bei Twitter entfacht eine Diskussion. Vor allem die Wolfsburger werden dabei durch den Kakao gezogen. So schreibt ein Nutzer: „Gifhorn, ok. Da wohnt meine Familie mittlerweile. Aber Wolfsburg? Da sind die alle so.“ Ein anderer schreibt: „Moment, in Wolfsburg leben Menschen? Dachte da steht nur ein Stadion und VW.“ Ein anderer Twitter-Nutzer sieht es ebenso. Er findet, dass Wolfsburg nicht wirklich schön ist. In Braunschweig und Gifhorn gebe es schönere Ecken mit mehr Fachwerk.

„Das perfekte Dinner"-Zuschauerin boykottiert Sendung

Aber nicht nur die Art der Gastgeber kommt bei den „Das perfekte Dinner“-Zuschauern überhaupt nicht an, auch stört sie ein wichtiges Detail. Und nicht nur die Zuschauer sind empört, auch die Teilnehmer selbst.

Denn an Tag drei erzählt Gastgeberin Elisabeth (63), dass sie gerne mit ihrem Mann Jagen geht. Passend dazu serviert sie verschiedene Variationen vom Wildschwein – natürlich selbst erlegt. Das regt Kandidatin Manu (47) sehr auf: „Ich esse das Tier und das wurde erlegt. Ich würde mir aber nicht noch das Fell in die Wohnung hängen als Statussymbol. Das macht für mich den Unterschied.“

-------------

Das ist „Das perfekte Dinner“:

  • „Das perfekte Dinner“ ist eine deutsche Kochshow
  • Sie wird für den Fernsehsender VOX produziert
  • Das Konzept basiert auf der von ITV Studios für Channel 4 produzieren britischen Fernsehserie „Come Dine with Me“
  • Pilotsendung war im November 2005
  • Erste offizielle Folge am 6. März 2006
  • Die Titelmusik stammt von Adam Salkeld. Das Lied heißt „Top Spin“
  • Die Show läuft montags bis freitags jeweils um 19 Uhr
  • Sie wird jede Woche in einer anderen Stadt oder Region

-------------

Denn auf dem Boden liegt ein Teppich aus Zebra-Fell. Diese Trophäe hat Elisabeth aus ihrem Namibia-Urlaub mit nach Wolfsburg gebracht. Dazu hat Manu eine klare Meinung: „Das ist für mich ein No go.“

Elisabeth kann die Aufregung überhaupt nicht verstehen: „Sie sind mit dem Thema Jagd nicht so vertraut wie wir, sie kennen das eben nicht. Die essen ja trotzdem alle Fleisch und Rind. Bei der Jagd werden Tiere verwertet und gegessen. Das ist nicht, um die Tiere zu quälen. Wildschwein und Reh wollen sie Weihnachten aber alle essen.“

-----------------

Mehr zu „Das perfekte Dinner“:

„Das perfekte Dinner“ (Vox) in Gifhorn: Böse Überraschung bei der Vorspeise – „Ging für mich gar nicht“

„Das perfekte Dinner“ (Vox) in Wolfsburg: Kandidaten noch unter Schock – „waren von Tod und Leid umgeben“

„Das perfekte Dinner“ (Vox) in Braunschweig: Schock für Kandidat Helmut – „Das ist ja fast ...“

-----------------

Nicht nur die Teilnehmer von „Das perfekte Dinner“ sind absolute Jagd-Gegner. Eine Zuschauerin ist entsetzt, boykottiert von nun an die Sendung. Sie schreibt: „So, die hat verschissen bei mir. Jemand, der es toleriert, dass man zum Vergnügen Tiere abknallt, ist bei mir unten durch. Bis nächste Woche, ich mag mir das nicht anschauen.“

Für Ihr Menü bekam „Das perfekte Dinner“-Teilnehmerin Elisabeth gerade einmal 28 von möglichen 40 Punkten. Jagd-Gegnerin Manu gibt Elisabeth acht Punkte. Und das waren noch die meisten. Maxim verteilte die wenigsten Punkte – nur sechs Stück.

Alles zur Finalfolge findest du hier: „Das perfekte Dinner“ (Vox) in Gifhorn: Riesen-Überraschung bei Manu – „Boah krass, damit hätte ich gar nicht gerechnet!

Trotz viel Kritik der Zuschauer und einiger Sticheleien der Kandidaten konnte die Sendung erneut gute Einschaltquoten verbuchen. Bei den 14- bis 59-Jährigen schalteten immerhin 7,3 Prozent der Zuschauer ein. Auch mit der Gewinnerin der Ausgabe können sich scheinbar viele arrangieren.

„Verdient gewonnen“ schreibt ein Nutzer beispielsweise über Siegerin Manu. Eine weitere Kommentiert: „Eine Gewinnerin mit Herz“.