Wolfsburg 

Wolfsburg: Frau sieht diese Zeitungsanzeige – und ruft sofort die Polizei

Bei einem Blick ins Anzeigeblatt ist die Seniorin aus Wolfsburg stutzig geworden. (Symbolbild)
Bei einem Blick ins Anzeigeblatt ist die Seniorin aus Wolfsburg stutzig geworden. (Symbolbild)
Foto: imago images / Westend61

Wolfsburg. Eine 81-jährige Frau aus Wolfsburg ist erst einer Betrugsmasche zum Opfer gefallen, nur um dann später die Täter selbst überführen zu können. Ein unglaublicher Fall, den die Polizei so auch nicht jeden Tag sieht.

Doch wie hat alles angefangen? Die Dame hatte in einer Zeitung geblättert und war auf eine Anzeige gestoßen, die sie hellhörig machte. Dort wurden Höchstpreise für Pelze und Porzellan geboten. Genau solche Schätze hatte die Rentnerin noch im Schrank und nahm Kontakt auf.

Wolfsburg: Käufer haben plötzlich etwas ganz anderes im Blick

Schnell meldeten sich die Verkäufer telefonisch, gaben an, von einem Antiquitätenzentrum zu sein. Sie wollen unbedingt bei der 81-Jährigen aus Wolfsburg vorbeischauen, um die Ware in Augenschein zu nehmen. Eine Anfahrt von über 100 Kilometer? Kein Problem für die Betrüger.

Doch bei der Wolfsburgerin angekommen, interessierten sich die Männer plötzlich für etwas ganz anderes: Den Familienschmuck. Porzellan und Pelzmantel wurden zur Nebensache. „Ich wollte gar keinen Schmuck verkaufen, doch die beiden Besucher fragten vehement danach“, erklärte sie später der Polizei.

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Schließlich gab sie nach, übergab Ketten, Armband, Ring und Ohrringe. Die angeblichen Käufer wollten den Schmuck zur Prüfung mitnehmen, stellten sogar eine Rechnung aus und tätigten eine Anzahlung von 150 Euro. Dadurch minderten sie das Misstrauen bei der Rentnerin.

Doch zu einem zweiten, vereinbarten Termin erschienen die Täter nie. Die Seniorin wurde um rund 3000 Euro betrogen.

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Seniorin führt die Polizei auf die richtige Fährte

Doch bei einem erneuten Blick in ein Anzeigenblatt Anfang Februar, staunte die Wolfsburgerin nicht schlecht. Dort findet sie eine ähnliche Annonce, die ihr schon zum Verhängnis wurde. Sie setzte sich mit der Polizei in Verbindung, um andere vor der miesen Masche zu warnen.

„Vor allem Senioren fühlen sich von diesen Inseraten angesprochen“, erklärt ein Beamter anschließend. Die Aktionstage finden laut Anzeige in einem angemieteten Saal eines Fallersleber Hotels Anfang Februar statt.

Als die Ermittler dann endlich zuschlagen, können sie mehrere Pelze sicherstellen und den illegalen Ankauf verhindern. Mögliche Kunden sollen sich nun nochmals an die Hotel-Rezeption oder die Polizei Wolfsburg (05361/46460) wenden.

Wie können solche Betrugsmaschen verhindert werden?

Die Polizei gibt in solchen Fällen drei Tipps mit auf den Weg:

  1. Vermeide derartige Verkaufsgespräche in deiner Wohnung, lasse keine fremden Personen in deine Wohnung
  2. In solchen Situationen stets Verwandte oder Bekannte zur Unterstützung hinzuziehen
  3. Zeige den Käufern niemals, wo du Wertsachen oder Bargeld aufbewahrst.

Bei dem Verkauf von Schmuck und Porzellan wendest du dich am besten an autorisierte Fachgeschäfte. Für eine Anzeige ist es wichtig, dass du dir das Aussehen der Verkäufer gut merkst. (mb)