Wolfsburg 

Wolfsburg: Die E-Scooter sind da! Und sorgen für heftige Diskussionen

E-Scooter des Unternehmens Tier gibt es neuerdings auch in Wolfsburg. (Symbolbild)
E-Scooter des Unternehmens Tier gibt es neuerdings auch in Wolfsburg. (Symbolbild)
Foto: imago images / Ralph Peters

Wolfsburg. Seit einigen Tagen rollen sie jetzt auch durch Wolfsburg – 350 E-Scooter gibt es neuerdings in der Innenstadt, Vorsfelde und Fallersleben.

Die Stadt Wolfsburg hat sich für die E-Scooter des Berliner Startups „Tier“ entschieden. Eine Fahrt kostet einen Euro zum Entsperren und 15 Cent pro Minute. Feste Verleih- oder Ladestationen gibt es nicht, sehr wohl aber Regeln!

Wolfsburg: Klare Regeln für E-Scooter!

Du darfst auf Radwegen fahren. Gibt es keinen Radweg, darfst du auf die Straße ausweichen. Auf Fußwegen, die für Radfahrer freigegeben sind, darfst du mit dem E-Scooter nur fahren, wenn es das Zusatzzeichen „Elektrokleinstfahrzeuge frei“ gibt. In Wolfsburg wird das künftig im Bereich der südlichen Porschestraße bis zur Pestalozziallee der Fall sein.

Weiter ist bundesweit geregelt, dass die E-Scooter eine Maximalgeschwindkeit von 20 km/h haben und ab 14 Jahren genutzt werden dürfen. Außerdem müssen die Roller versichert sein und ein Kennzeichen haben, was bei den Verleihrollern bereits der Fall ist. Weil die Tretroller von „Tier“ nicht klappbar sind, darf man sie nicht mit in den Bus nehmen.

Stadt und Anbieter haben eine freiwillige Selbstverpflichtungserklärung geschlossen. Darin werden Betriebsregeln sowie Fahr- und Parkverbotszonen definiert, die die Verkehrssicherheit, den Umgang mit dem Stadtbild und die Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern berücksichtigen sollen.

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Mehr von uns:

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Das Thema wurde auf der Facebook-Seite der Stadt Wolfsburg vieldiskutiert. Hier kommen ein paar Meinungen:

  • „Und dann stehen die Dinger überall im Weg rum, wie in anderen Städten. Spitze.“ (Heide)
  • „Ich bin gespannt, nachdem es bis heute kein funktionierendes System für E-Bikes gibt. Ich würde es gut finden, wenn dieses Thema intensiver bearbeitet werden würde.“ (Marianne)
  • „Schön auch, wenn sie durch die Fußgängerzone brausen.“ (Jens)
  • „Für mich der größte Schwachsinn seit Erfindung des Rades.“ (Jürgen)
  • „Schrecklich... Ich hoffe, dass die Dinger nicht wie in anderen Städten sinnlos im Weg rumliegen.“ (Ramona)
  • „Ich find's gut!“ (Uwe)
  • „In Hamburg muss man aufpassen, dass man nicht über die Dinger hinwegfliegt. Dass Wolfsburg den Quatsch mitmacht, hätte ich jetzt nicht erwartet.“ (Andreas)
  • „Die haben eine ähnlich positive Umweltbilanz wie E-Autos. Mehr Schein als Sein, aber Hauptsache Elektro“. (Eugen)
  • „Sehr schön! (Kayman)
  • „Diese Dinger werden mit Akkus versehen, die man dann mit Strom aus Braunkohlekraftwerken lädt und behauptet sie seien umweltfreundlich.“ (Michael)
  • „Der Mittellandkanal wird sich freuen.“ (Mathies)

„Tier“ und die Stadt Wolfsburg wollen jetzt zunächst einmal ein halbes Jahr lang testen, wie die Wolfsburger das Angebot annehmen. Danach wollen beide Seiten entscheiden, wie es weitergeht.

Das sagt die Polizei Wolfsburg

Die Polizei Wolfsburg verzeichnet nach der offiziellen Erlaubnis der E-Scooter auf deutschen Straßen im vergangenen Juni bisher nur zwei Unfälle – beide Male sei Alkohol im Spiel gewesen, so Polizeisprecher Sven-Marco Claus zu news38.de.

Im Januar hat die Polizei Wolfsburg vier E-Scooter-Fahrer beim Fahren ohne Fahrerlaubnis erwischt. „Der Roller war für 25 km/h ausgelegt und somit nicht für den Straßenverkehr zugelassen. Das Quartett hatte keinen Führerschein.“ Just am Freitag trudelte zudem eine weitere E-Scooter-Meldung ein.

Ein 27-Jähriger war mit einem E-Scooter unterwegs, der nicht für den Straßenverkehr zugelassen war. (ck)