Wolfsburg 

Wolfsburg: Frauen hören lautes Jaulen in Tiefgarage – der Grund macht fassungslos

In einer Tiefgarage in Wolfsburg musste ein Hund stundenlang allein in einem Auto ausharren. ( Symbolfoto)
In einer Tiefgarage in Wolfsburg musste ein Hund stundenlang allein in einem Auto ausharren. ( Symbolfoto)
Foto: imago/CHROMORANGE

Wolfsburg. In Wolfsburg haben zwei Frauen in der Tiefgarage ein seltsames Geräusch gehört. Doch zunächst hätten sie an Autoreifen gedacht, erzählen sie News38.

Daher hätten sie nicht genauer nachgesehen und seien erstmal in Wolfsburg einkaufen gegangen. Als die Schwestern nach vier Stunden zurückkamen, quietschte es noch immer. Beim Absuchen in der Phaeno-Tiefgarage folgte dann der Schock...

Wolfsburg: Hund stundenlang in Auto eingesperrt

Die Frauen entdeckten einen offenbar sehr leidenden Hund. Der mittelgroße Mischling war allein in einem Audi mit Braunschweiger Kennzeichen eingesperrt und jaulte laut vor sich hin.

Dann seien auch andere Passanten hinzugekommen. Während einige von ihnen das als nicht schlimm empfunden hätten – es sei ja kein Kind, sondern nur ein Hund – machten sich die Schwestern große Sorgen.

Notruf hilft nicht

Klar gebe es Hunde, die solche Situationen entspannt hinnehmen. „Aber wenn ein Hund sich so schlecht fühlt, dann müssen die Besitzer das wissen“, sagt eine der Schwestern im Gespräch mit news38.de.

Leider sei das Pförtnerhäuschen nicht besetzt gewesen. „Wir haben über Kassenautomaten den Notruf gewählt. Dort wurde uns leider nicht geholfen“, so die Zeugin. Die Aussage des Betreibers gegenüber news38.de: „Sollte solch eine oder eine ähnliche Situation nochmals auftreten, können Sie die zuständigen Behörden kontaktieren und den Vorfall melden.“

Zeugin: Hier geht es ums Prinzip!

Das haben die Frauen nach eigener Aussage auch gemacht. Aber auch ein Anruf bei der Polizei Wolfsburg half demnach nichts: „Dort wollte man nur wissen, ob der Hund in Gefahr ist. Das war er wohl nicht, es war ja weder heiß noch kalt. Aber wer weiß, wie lange er noch in dem Auto ausharren musste.“

Die Scheibe aufzuschlagen sei keine Option gewesen. So dramatisch sei es nicht gewesen. Aber hier gehe es laut der beiden Schwestern ums Prinzip.

+++ Mann nimmt Welpen im ICE mit – was die Schaffnerin dann macht, sorgt für Empörung +++

Das besagt das Tierschutzgesetz

Rein rechtlich ist die Lage klar: Laut Tierschutzgesetz (§18) handelt ordnungswidrig, wer vorsätzlich oder fahrlässig einem Wirbeltier, das er hält, betreut oder zu betreuen hat, ohne vernünftigen Grund erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügt. In diesem Fall droht laut Gesetz ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro.

Geschieht das mit Absicht oder über einen längeren Zeitraum, kann laut §17 sogar eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren verhängt oder eine Geldstrafe fällig werden.

--------------

Mehr von uns:

--------------

Aber, wie ging der Fall in der Wolfsburger Tiefgarage aus? Nach weiterer Wartezeit sind die Schwestern dann nach Hause gefahren. Mit ordentlich Unverständnis und Wut im Bauch: „Wie schei... können Menschen sein? Schämt euch“, hieß es es danach in einer Facebook-Gruppe. (ck)