Wolfsburg 

Wolfsburg: Frau mit Asthma bricht vor Arztpraxis zusammen – was dann passiert, macht wütend

In Zeiten des Coronavirus kam niemand einer Asthmatikerin zur Hilfe. (Symbolfoto)
In Zeiten des Coronavirus kam niemand einer Asthmatikerin zur Hilfe. (Symbolfoto)
Foto: imago images / Panthermedia

Das Coronavirus verändert nicht nur das öffentliche Leben – auch das Verhalten der Menschen wird offenbar von der Angst vor dem Coronavirus beeinflusst. So musste eine Asthmatikerin in Wolfsburg eine beängstigende Situation erleben, als sie einen Anfall erlitt.

Coronavirus Wolfsburg: Frau bricht in der Öffentlichkeit zusammen

In Zeiten des grassierenden Coronavirus scheinen menschlicher Zusammenhalt und Hilfsbereitschaft wichtiger denn je – doch eine Frau in Wolfsburg musste nun eine gegenteilige Erfahrung machen.

Die asthma-kranke Beki Schwarz war auf dem Weg zum Lungenarzt, als sie im Treppenhaus der Praxis einen Anfall erlitt. Sie brach zusammen, bat um Hilfe, doch vorbeigehende Menschen ignorierten sie. Das schildert die Frau so auf Facebook. „Ich lag da, bekam keine Luft und zeigte euch mein Spray. WARUM habt ihr mich liegen lassen?“, fragt sie in ihrem Beitrag.

Sie wirft den Passanten unterlassene Hilfeleistung vor, schreibt: „Ich habe 2x mal um Hilfe gebeten. IHR habt mir in die Augen gesehen, euch umgedreht und euren scheiss Mundschutz rauf gezogen.“

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„Corona befällt schon das Gehirn“

Beki Schwarz versteht nicht, warum so viele Menschen ihre offensichtlich hilflose Lage einfach ignorierten: „Ich bin die Treppe rauf, pfeifend und giemend wie eine Lockomotive. 10-15 Mann und alle schauen! Vor einer Lungenpraxis? Hat niemand von euch eine COPD/Asthma etc.? Ihr wusstet doch genau was los ist, aber nein, Corona befällt schon das Gehirn!“

Erst als eine weitere Frau die Treppe hoch kam, änderte sich die Situation. Zwar hielt die Frau ebenfalls Abstand von Schwarz, holte aber stattdessen sofort Hilfe in der Praxis. Deshalb sucht die Facebook-Schreiberin ihre Helferin jetzt, möchte sich bei ihr bedanken.

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Außerdem möchte die Mutter eines kleinen Sohnes (15 Monate alt) mit ihrem Beitrag anderen die Augen öffnen: „Dass nicht jeder Corona hat – denn ich hatte einfach nur einen Asthmaanfall!“ (kv)