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Wolfsburg: Dramatischer Kampf gegen Coronavirus im Pflegeheim – Mohrs: „Es tut uns unendlich leid“

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Lange Zeit lief Wolfsburg bei den Coronavirus-Fällen eher unterhalb des Radars. Doch jetzt steht die Stadt vor einer großen Herauforderung. Denn im Hanns-Lilje Pflegeheim ist das Coronavirus ausgebrochen – und für die Pflegekräfte und die Stadt hat damit ein dramatischer Kampf begonnen.

Seit Beginn der Woche sind dort bereits zwölf Menschen am Coronavirus verstorben. Von den 165 Bewohnern sind derzeit 72 an Corona erkrankt. Die Situation ist extrem schwierig. Ein Ende noch nicht in Sicht. „Wir stehen aber erst am Anfang der Entwicklung. Das wird für uns alle noch eine sehr, sehr harte Zeit", sagt auch Klaus Mohrs, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg.

Wolfsburg: Coronavirus im Pflegeheim – Situation ist dramatisch

Mittlerweile seien alle im Heim lebenden Menschen auf das Virus getestet worden. Bei einem negativen Ergebnis werde der Test alle drei Tage wiederholt. In den kommenden Wochen sollen die Infizierten und die negativ Getesteten auf unterschiedlichen Stockwerken leben. Mohrs bedauert die Situation zutiefst: „Es tut uns unendlich leid, und wir versuchen alles, um die anderen Menschen noch zu schützen."

Deshalb kündigte der Oberbürgermeister auch umfassende Hygienemaßnahmen für das Pflegeheim an. Schleusen sollen verhindern, dass Menschen aus den getrennten Bereichen aufeinander treffen.

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Doch auch die Schutzmaßnahmen stellen das Heimpersonal vor eine große Herausforderung, weiß Leiter Torsten Juch. „Es ist eine besondere Herausforderung in der Arbeit mit demenziell veränderten Menschen, bei denen jegliche Form der Veränderung wie Ortswechsel, Menschen in Schutzkleidung oder vermummte Gesichter Irritationen und Ängste auslöst.“

Bewohner leben in abgetrennten Bereichen im Pflegeheim

Deshalb sollen die Bewohner auch erst einmal in dem Pflegeheim bleiben – in abgetrennten Bereichen. Denn in einer Pressekonferenz am Samstag erklärte Mohrs, dass kurzzeitig darüber verhandelt wurde, ein Hotel als Ersatzunterkunft herzurichten. Doch dazu soll es erst einmal nicht kommen.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bezeichnet die Lage in Wolfsburg als dramatisch. „Das Geschehen in Wolfsburg führt uns die Unerbittlichkeit dieses Virus vor Augen“, sagte der SPD-Politiker.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in Niedersachsen kannst du in unserem Newsblog nachlesen <<<<. (abr mit dpa)