Wolfsburg 

VW: Arglistige Täuschung – Ex-Chef soll vor Gericht!

Der ehemalige VW-Chef Matthias Müller hat im Sommer einen unangenehmen Termin in Stuttgart. Ob er den wahrnimmt, ist offen.  (Archivbild)
Der ehemalige VW-Chef Matthias Müller hat im Sommer einen unangenehmen Termin in Stuttgart. Ob er den wahrnimmt, ist offen. (Archivbild)
Foto: imago/Sven Simon

Stuttgart/Wolfsburg. Prominenter Besuch am Oberlandesgericht Stuttgart: Ex-VW-Chef Matthias Müller soll in einem Diesel-Verfahren persönlich aussagen. Genau wie sein Nachfolger bei Porsche – Oliver Blume.

Der extra für die Fälle gebildete Spezialsenat hat den ehemaligen Porsche- und VW-Chef sowie den jetzigen Porsche-Boss für den 8. Juli als Zeugen beziehungsweise Partei in dem Verfahren geladen, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

VW: Ex-Chef soll aussagen – genau wie Porsche-Boss

Ob Müller und Blume tatsächlich erscheinen, ist allerdings unklar. Sie könnten sich unter Umständen auf ihr Aussage-Verweigerungsrecht berufen.

Worum geht es in dem konkreten Fall? Der Käufer eines Porsche Macan mit Dieselmotor verlangt Schaden-Ersatz wegen arglistiger Täuschung. Das Auto, in dem ein Audi-Motor steckt, habe die versprochenen Abgaswerte wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen nicht eingehalten – und der Porsche-Vorstand habe das gewusst.

Porsche will nichts sagen

Das Landgericht Stuttgart hatte die Klage abgewiesen. Porsche wollte sich am Donnerstag nicht äußern.

Der Spezialsenat am OLG bearbeitet nach Angaben einer Sprecherin inzwischen eine vierstellige Zahl an Diesel-Klagen vor allem gegen die VW-Tochter Porsche sowie Daimler.

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Er ist für Fälle zuständig, die nichts mit dem VW-Motor EA189 zu tun haben, sondern mit anderen Motoren, in denen ebenfalls eine illegale Abgastechnik stecken soll. (dpa/ck)