Wolfsburg 

A2: Streifenwagen gerammt! Irre Verfolgungsfahrt endet in Wolfsburg

In Wolfsburg war Schluss für einen mutmaßlichen Autodieb. Zuvor hatte er sich eine irre Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert – auch über die A2...
In Wolfsburg war Schluss für einen mutmaßlichen Autodieb. Zuvor hatte er sich eine irre Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert – auch über die A2...
Foto: Polizei Wolfsburg

Wolfsburg. Nach einer lebensgefährlichen Verfolgungsfahrt über die A2 und durch Wolfsburg sucht die Polizei jetzt Zeugen.

Unterdessen soll der 27-jährige Fahrer noch im Laufe des Montags vor den Haftrichter kommen – und wird womöglich in Untersuchungshaft wandern.

A2: Ford Kuga gibt Vollgas

Was war passiert? Einer Funkstreife der Autobahnpolizei Braunschweig war am Sonntagmittag ein Ford Kuga auf der A2 aufgefallen. Das Kennzeichen passte nicht zum Fahrzeug – daher wollten die Beamten den Fahrer kontrollieren.

Darauf hatte der 27-Jährige aber unübersehbar keine Lust und gab stattdessen Gas. Am Autobahnkreuz Wolfsburg-Königslutter steuerte der Raser seinen Wagen auf die A39 in Richtung Wolfsburg. Dabei ging es für ihn laut der Polizei Wolfsburg auch über den Standstreifen – mit mehr als 200 km/h!

Lebensgefahr in Wolfsburg

Dann raste der Kuga-Fahrer auf die Braunschweiger Straße in Richtung Innenstadt, wechselte in Höhe des Wolfsburger Theaters auf die baulich getrennte Gegenfahrbahn – und setzte seine irre Fahrt in Richtung Schillerstraße fort. Hierbei mussten verschiedene Autofahrer ausweichen oder abbremsen, um einen Zusammenstoß mit dem Wagen zu verhindern.

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Der Ford-Fahrer missachtete anschließend gleich mehrere rote Ampeln und gelangte über Kolpingstraße in die Fußgängerzone! Nicht auszudenken, was hier hätte passieren können! Anschließend ging es für den 27-Jährigen über die Rothenfelder Straße und in die Straße „An der Vorburg“ – mit locker 130 km/h!

Raser durchbricht Polizei-Sperre

Auf der Dieselstraße durchbrach der Raser eine Straßensperre mit zwei Streifenwagen, in dem er eine Funkstreife frontal rammte. Laut Polizei Wolfsburg sind beide Insassen weiterhin nicht dienstfähig.

Kurz danach aber endete die Wahnsinns-Flucht! Der mann kam von der Fahrbahn ab. Einsatzkräfte konnten ihn überwältigen und festnehmen. Nach einer kurzen Versorgung im Klinikum kam er dann in Gewehrsam.

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„Vermutlich nur durch das eingeschaltete Blaulicht und insbesondere das Martinshorn der besonnen folgenden Funkstreifenwagen wurden während der gesamten Verfolgungsfahrt keine unbeteiligten Passanten oder weitere Verkehrsteilnehmer verletzt“, so die Polizei Wolfsburg.

Ermittlungen gegen den 27-Jährigen:

  • Kfz-Hehlerei
  • Urkundenfälschung
  • Straßenverkehrsgefährdung
  • Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr sowie nach dem Betäubungsmittelgesetz

Die Ermittler suchen dringend Verkehrsteilnehmer, die durch die grob verkehrswidrige und rücksichtslose Fahrweise des 27-Jährigen behindert oder sogar gefährdet worden. Betroffene oder Zeugen setzen sich bitte mit der Polizei Wolfsburg unter der Rufnummer 05361/46460 in Verbindung. (ck)