Wolfsburg 

VW-Händler schießen gegen Tesla: „Werden sich wundern, wie schnell...“

VW zeigt sich mehr als optimistisch, dass man den E-Auto-Konkurrenzkampf gegen Tesla deutlich für sich entscheiden wird.
VW zeigt sich mehr als optimistisch, dass man den E-Auto-Konkurrenzkampf gegen Tesla deutlich für sich entscheiden wird.
Foto: imago images / photo2000; imago images / localpic (Montage: NEWS38)

Wolfsburg. Mit dem ID.3 bringt VW im September 2020 das erste Volumen-Modell mit Elektro-Antrieb auf den Markt.

Gleichzeitig lässt Elon Musk in Brandenburg eine Großfabrik seines E-Auto-Konzerns Tesla errichten. Doch VW zeigt sich mehr als optimistisch, dass man den E-Auto-Konkurrenzkampf deutlich für sich entscheiden wird.

VW: Der ID.3 soll Tesla in den Schatten stellen

Die Nachfrage nach dem voll-elektrischen ID.3 habe die Erwartungen „bei weitem übertroffen“, sagte Dirk Weddigen, der Chef des deutschen Volkswagen- und Audi-Händlerverbandes vergangene Woche in einem Interview mit dem Münchner „Merkur“. Im Gespräch mit dem Portal „KFZ-Betrieb“ wurde VW konkreter und sprach von bislang 7.000 Bestellungen. Die Lieferzeit liege statt der für die meisten Modelle üblichen vier bis sechs Wochen inzwischen bei rund vier Monaten. Der ID.3 mit der kleineren 45-kWh-Batterie sei für das laufende Jahr bereits nahezu ausverkauft.

„Viele Marktbeobachter werden sich wundern, wie schnell wir Tesla mit dem ID.3 überholen werden“, sagte Weddigen. Das Modell soll ab Anfang September ausgeliefert werden.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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Die Hoffnungen in den ID.3 sind groß – schließlich verzeichneten auch die deutschen VW-Händler in der Corona-Krise schwere Umsatzeinbrüche. Für 2020 wird mit Einbußen von bis zu 25 Prozent gerechnet. Die Produktions-Unterbrechungen sowie Schließungen von Autohäusern im Frühjahr hätten einen „Umsatzausfall von mindestens drei Monaten“ zur Folge gehabt.

Spricht auch der Preis für VW?

Ein Aspekt, bei dem VW die Nase vor hat, ist der Preis. Das geht aus einer Auswertung des ADAC hervor. Der VW ID.3 kostet in der Anschaffung mit einem Grundpreis von rund 39.000 Euro zwar mehr als entsprechende VW-Modelle mit Verbrennungsmotor. Trotzdem hat der ID.3 mit der aktuellen Umweltprämie insgesamt betrachtet die Nase vorn.

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In der Gesamtkostenrechnung kommt er auf 41,6 Cent pro Kilometer. Das Tesla Model 3 (Standard Range) kommt in der Gesamtkostenrechnung dagegen auf 52,5 Cent. (at, mit afp)